> > > Junge Ohren Preis für Zürcher Intendantin Ilona Schmiel und das Luzerner Sinfonieorchester
Freitag, 14. Dezember 2018

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Tonhallen-Intendantin Illona Schmiel, © Andreas Bohnenstengel

Tonhallen-Intendantin Illona Schmiel, © Andreas Bohnenstengel

Auszeichnung

Junge Ohren Preis für Zürcher Intendantin Ilona Schmiel und das Luzerner Sinfonieorchester

Dortmund, . Die Preisträger des 13. Junge Ohren Preises stehen fest: In der Kategorie "Charakter" wurde Ilona Schmiel, Intendantin der Tonhalle Zürich, ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung wird ihr wegweisender Einsatz für die Musikvermittlung gewürdigt. In der Kategorie "Programm" wurde in diesem Jahr das Luzerner Sinfonieorchester für sein Konzept "Musikvermittlung und Soziales Engagement" ausgezeichnet. Das Orchester vernetze sich - u.a. durch eine mobile Spielstätte - sinnvoll mit Organisationen im Bereich Bildung, Sozialwesen und Kultur, wodurch jährlich 10.000 Menschen erreicht würden.

Ilona Schmiel, 1967 in Hannover geboren, studierte Schulmusik, Altphilologie und Kulturmanagement in Berlin und Oslo. Erste berufliche Stationen waren die Donaueschinger Musiktage und das Olympische Kulturfestival in Lillehammer. Zudem arbeitete sie als Projektleiterin der weltweiten Operntourneen der Arena di Verona sowie als Gastdozentin an der Hochschule Hanns Eisler Berlin. 1998 übernahm sie als jüngste Intendantin Deutschlands die Geschäftsführung und künstlerische Leitung des Bremer Konzerthauses "Die Glocke", die sie bis 2002 innehatte. Von 2004 bis 2013 war sie Intendantin und Geschäftsführerin des Beethovenfestes Bonn. Unter ihrer Federführung wurde das Beethovenfest Bonn als Europäische Kulturmarke 2012 ausgezeichnet. Im Nachgang erhielt sie für ihr Engagement für das Beethovenfest Bonn im Januar 2017 den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit Saisonbeginn 2014/15 leitet sie als Intendantin die Geschicke der Tonhalle-Gesellschaft Zürich und ist für sämtliche Veranstaltungen und Tourneen des Tonhalle-Orchesters Zürich sowie diverse weitere Konzertserien verantwortlich. Ilona Schmiel war zudem 2005-2007 Jurymitglied der Bundeskulturstiftung und ist seit 2007 Jurymitglied der Ernst von Siemens Musikstiftung, seit 2009 Kuratoriumsvorsitzende der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, seit 2010 Gastdozentin an der Musikhochschule München und der FU Berlin, seit 2012 Vorstandsmitglied des Vereins Beethoven-Haus Bonn und Hochschulratsmitglied der Universität Bonn. 2012 bis 2014 war sie Beirätin der Deutschen Bank. Seit 2014 ist sie darüber hinaus Mitglied des Hochschulrates der Münchner Hochschule für Musik und Tanz sowie des Stiftungsrates des Concours Géza-Anda Zürich, der künstlerischen Kommission der Zürcher Festspiele und des Vorstands des collegium novum Zürich.

Das Luzerner Sinfonieorchester wurde im Jahr 1806 gegründet. Es ist das älteste Orchester der Schweiz. Das 70 Stellen umfassende Orchester tritt auch als Opernorchester des Luzerner Theaters auf. Seit 2011 ist James Gaffigan Chefdirigent des Orchesters, als Intendant wirkt Numa Bischof Ullmann.

Der Junge Ohren Preis wird seit 2006 jährlich vergeben. Das Netzwerk Junge Ohren, das hinter der Auszeichnung steht, würdigt damit herausragende Vermittlungsprogramme und Persönlichkeiten, die Impulse in der Musikvermittlung geben. Ebenso wichtig wie die Würdigung des modernen und lebendigen Musiklebens ist dabei die flexible Weiterentwicklung. Dafür sind die teilnehemenden Institutionen und Einzelpersonen in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz tätig. Bei der 13. Verleihung des Preises 2018 bestand die Jury aus Bettina Büttner-Krammer von den Wiener Symphonikern, Matthijs Bunschoten, Bratscher beim Musikkollegium Winterthur, Ute Legner von Mehr Musik! Augsburg, Irene Müller Brozovic, Vorsitzende der Musikvermittlung Schweiz+, Dr. Kerstin Unseld von der SWR2-Musikredaktion, Pascal Sticklies von der Philharmonie Luxembourg und dem Orchestre Philharmonique Luxembourg, Dr. Lisa Unterberg von Jeunesses Musicales Deutschland, Herausgeber Hartmut Welscher vom VAN Magazin und Oliver Wenhold, dem stellvertretenden Vorstandvorsitzenden der Deutschen Orchestervereinigung.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Ilona Schmiel

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