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Samstag, 19. Januar 2019

Gesellschafter fordern Fünf-Punkte-Plan zur Verbesserung der Situation

Theater Schwerin: Kritik an Theaterleitung

Schwerin, . Im Schweriner Theater herrscht schon länger ein Streit zwischen den Mitarbeitern und der Intendanz: Mitglieder des Mecklenburgischen Staatstheaters hatten sich in den letzten Wochen an die Öffentlichkeit gewandt und die Zustände am Haus kritisiert, insbesondere das schlechte Verhältnis zwischen Theaterleitung und den Mitarbeitern, das angeblich nicht vorhandene Vertrauensklima und die Unzufriedenheit mit Entscheidungen des Intendanten hinsichtlich Personal und Spielplan.

Nach einer Sitzung der Gesellschafter der Theater gGmbH durch Land, Landeshauptstadt Schwerin, Lankreis Ludwigslust-Parchim und die Stadt Parchim, an der auch Geschäftsführer Tietje und der Betriebsratvorsitzende Andreas Fritsch teilnahmen, soll nun ein Fünf-Punkte-Plan erarbeitet werden. Bereits beschlossene Punkte beinhalten eine Mitarbeiterbefragung und ein Coaching der Führungskräfte, denen jeweils externe Fachleute zur Seite stehen sollen. Kulturministerin Birgit Hesse (SPD) kommentierte, man nehme die schwierige Lage im Theater sehr ernst.

Intendant Tietje hatte stets verhalten auf die Kritik aus der Belegschaft reagiert. Er verteidigte seine „viele[n] Maßnahmen zur Vertrauensbildung“ und nannte offene Gesprächsformate und Mediation. Den von den Mitarbeitern befürchteten "Abbau" erklärte er mit seinem Auftrag zur Umstrukturierung des Hauses. Vor seiner Zeit in Schwerin hatte Lars Tietje am Theater Nordhausens einen notwendigen Sparkurs durchgesetzt.

Das Mecklenburgische Staatstheater in der Landeshauptstadt Schwerin ist ein staatliches Fünfspartentheater. Als früheres Hoftheater trägt es seit 1926 die Bezeichnung Staatstheater. Seit 1993 finden vor der Kulisse des Schweriner Schlosses zudem jährlich die Schlossfestspiele statt. Generalintendant und Geschäftsführer ist Joachim Kümmritz, die Stelle des Generalmusikdirektors ist mit Daniel Huppert besetzt.

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