> > > Magdalena Haubs gewinnt Harald-Genzmer-Interpretationswettbewerb
Samstag, 17. November 2018

Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater München, © Hans Christian Barth

Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater München, © Hans Christian Barth

Zweiter Preis für Kathrin Isabelle Klein

Magdalena Haubs gewinnt Harald-Genzmer-Interpretationswettbewerb

München, . Die Sieger des zweiten Harald Genzmer-Interpretationswettbewerbs stehen fest. Zwei erste Preise wurden an Magdalena Haubs und Yinghua Huang vergeben. Dabei wurde Haubs vor allem für ihre Präzision und ihr transparentes, detailbezogenes Spiel gelobt. Huang überzeugte die Jury dagegen mit seiner Energie. Der zweite Preis ging an Kathrin Isabelle Klein, mit zwei dritten Preisen wurden Hyunjin Lim und Riccardo Gagliardi ausgezeichnet.

Magdalena Haubs wurde 1993 geboren und begann im Alter von vier Jahren, Klavier und Cello zu spielen. Später erhielt sie ihre Ausbildung an den Musikhochschulen Hannover, Leipzig, München und Coimbra, Portugal. Zu ihren Lehrern gehörten die Professoren Gerald Fauth, Margarita Höhenrieder, Michael Schäfer, Karl-Heinz Kämmerling sowie Aquiles Delle-Vigne. Ihren Bachelor-Abschluss machte sie im Fach Klavier in Leipzig, zurzeit studiert sie im Master in München. Sie besuchte außerdem Meisterkurse bei Peter Feuchtwanger, Pavel Gililov, Matthias Kirchnereit, Matti Raekallio, Jacques Rouvier, Antti Siirala und Emma Tahmiziàn. Ihr Orchesterdebüt gab sie 2010 im Prinzregententheater München. 2012/13 leitete sie den Chor der Katholischen Studentengemeinde in Leipzig, Klavier und Cello unterrichtet sie seit 2008. Seit 2010 spielt sie regelmäßig Orgel in Gottesdiensten und schloss 2017 eine C-Kirchenmusik-Ausbildung ab. Sie ist außerdem Stipendiatin der "Deutschen Stiftung Musikleben".

Die Jury bestand in diesem Jahr aus Prof. Margarita Höhenrieder, Prof. Markus Bellheim, Prof. Dr. Bernd Redmann und Stefan Conradi von der Harald-Genzmer-Stiftung. Ausgeschrieben wurde der Interpretationswettbewerb für Klavier Solo für Studenten bis 28 Jahre. Das Ziel des Wettbewerbs ist die Auseinandersetzung mit dem musikalischen Schaffen Harald Genzmers und die Förderung junger Musiker. Aus dem Verständnis Genzmers heraus sollten neue Werke "vital, kunstvoll und verständlich sein - als praktikabel mögen sie den Interpreten für sich gewinnen, als erfassbar sodann den Hörer". In dieser Tradition sieht sich der Wettbewerb, der von der Harald-Genzmer-Stiftung in Verbindung mit der Hochschule für Musik und Theater München und dem Deutschen Musikrat ausgeschrieben wird.

Harald Genzmer wurde am 9. Februar 1909 in Bremen geboren und studierte ab 1928 bei Paul Hindemith (1895-1963) Komposition in Berlin. Bis 1937 arbeitete er an der Breslauer Oper und war später an der Volksmusikschule in Berlin-Neukölln tätig. Nach dem Zweiten Weltkrieg, den er als Militär-Klarinettist erlebte, unterrichtete er Komposition an der Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau. Im Jahr 1957 wechselte er als Professor für Komposition nach München, wo er bis zu seinem Tod lebte. Genzmers Werkkatalog umfasst neben Orchesterwerken auch Vokalkompositionen und Kammermusik für alle Instrumente.

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