> > > Heinrich-Schütz-Preis für Dirigent Hans-Christoph Rademann
Samstag, 19. Januar 2019

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Hans-Christoph Rademann, © Martin Förster

Hans-Christoph Rademann, © Martin Förster

Auszeichnung soll künftig jährlich verliehen werden

Heinrich-Schütz-Preis für Dirigent Hans-Christoph Rademann

Dresden, . Der sächsische Dirigent Hans-Christoph Rademann ist mit dem Heinrich-Schütz-Preis ausgezeichnet worden. Das dem Barockkomponisten gewidmete Musikfest, welches die Auszeichnung zum 20-jährigen Festivaljubläum ins Leben gerufen hatte, würdigt damit Rademanns Engagement für das Werk des Komponisten. Die Intendantin des Heinrich-Schütz-Musikfestes, Christina Siegfried, nannte Rademann im Rahmen seines Projektes einen "kreativen Visionär, engagierten Motor und inspirierten Botschafter". Heinrich Schütz (1585-1672) gilt als erster deutscher Komponist von europäischem Rang.

Hans-Christoph Rademann wurde am 5. Januar 1965 in Dresden geboren. Als Jugendlicher lernte er Klavier und Geige und war von 1975 bis 1983 Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Danach studierte er bis 1990 an der Dresdner Musikhochschule Chor- und Orchesterdirigat. Von 1991 bis 1999 war Rademann künstlerischer Leiter der Singakademie Dresden. 1994 gründete er das Fest Alter Musik im Erzgebirge, welches bis 2008 jährlich stattfand. Drei Jahre später stand er das erste Mal als Operndirigent bei den Landesbühnen Sachsen auf der Bühne. Von 1999 bis 2004 war Hans-Christoph Rademann Chordirektor des NDR-Chors, darauffolgend war er von 2007 bis 2015 beim RIAS-Kammerchor engagiert. Außerdem ist er als Gastdirigent für führende Ensembles wie das Collegium Vocale Gent, dem National Chamber Choir von Irland und Chöre öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten tätig. Er initiierte das Festival Alter Musik im Erzgebirge, das seit 2010 als Musikfest Erzgebirge unter seiner Leitung stattfindet. Seit 2000 ist er als Professor fürs Chordirigieren an der Musikhochschule Dresden tätig. 1985 gründete er während des Studiums den Dresdner Kammerchor, den er seither leitet. Mit ihm begann er 2009 auch die Gesamtaufnahme des Werks des deutschen Barockkomponisten Heinrich Schütz, welche 2018 abgeschlossen wird. Für sein Schaffen wurde Hans-Christoph Rademann mehrfach ausgezeichnet, darunter 1994 mit dem Förderpreis der Stadt Dresden, 2008 mit der Sächsischen Verfassungsmedaille, 2008 mit dem Dresdner Kunstpreis und 2016 mit dem Preis der Europäischen Kirchenmusik.

Der Heinrich-Schütz-Preis soll künftig jährlich an Künstler, Ensembles oder Institutionen verliehen werden, die sich für Vermittlung und Verbreitung des Werkes Heinrich Schütz‘ einsetzen. Den Ehrenpreis in Form einer Medaille erhalten Persönlichkeiten oder Institutionen, die künstlerisch und wissenschaftlich Herausragendes bei der Vermittlung und Verbreitung der Musik von Schütz und seiner Zeit sowie deren Bewahrung und Förderung geleistet haben. Die silberne Medaille wurde von der Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach gestaltet. Das Festival findet jährlich an den wichtigsten Stationen des Komponisten in Weißenfels, Zeitz, Bad Köstritz, Gera und Dresden statt. Angaben der Veranstalter zufolge ist es das bedeutendste europäische Festival zur Musik des 17. Jahrhunderts.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Heinrich Schütz

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