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Sonntag, 24. März 2019

Preisgeld in Höhe von 200.000 US-Dollar

Kravis Prize für Berliner Komponistin Unsuk Chin

New York, . Die in Berlin lebende Komponistin Unsuk Chin ist die neue Preisträgerin des Marie-Josée Kravis Prize des New York Philharmonic Orchestra. Die Auszeichnung ist mit 200.000 US-Dollar dotiert und beinhaltet einen Kompositionsauftrag für das Orchester. Chin zeigte sich begeistert, erneut mit dem New York Philharmonic Orchestra zusammen zu arbeiten. Bereits zuvor hatte das Orchester von ihr komponierte Stücke aufgeführt.

Unsuk Chin wurde 1961 in Seoul, Süd-Korea, geboren und brachte sich in frühester Kindheit selbst Klavierspiel und Musiktheorie bei. Später studierte sie Komposition bei Sukhi Kang an der Seoul National University. Im Jahr 1984 wurde Chins Stück "Gestalten" für die IGNM Weltmusiktage in Kanada sowie 1986 für den "Rostrum of Composers" der UNESCO ausgewählt. Das Werk "Spektra" für drei Violoncelli gewann 1985 den Grand Prix beim Internationalen Gaudeamus Kompositionswettbewerb. Im gleichen Jahr siedelte sie als DAAD-Stipendiatin nach Europa über und studierte bis 1988 in Hamburg Komposition bei György Ligeti. Seither lebt und arbeitet Chin in Berlin. Im Jahr 2004 wurde ihr Violinkonzert mit dem renommierten Grawemeyer Award for Music Composition ausgezeichnet. Außerdem wurde 2007 ihre erste Oper "Alice in Wonderland" an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt. Später war sie als "composer in residence" beim Lucerne Festival, beim Acht-Brücken-Festival, beim Tonsätterfestival, beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, bei der Essener Philharmonie und beim Seoul Philharmonic Orchestra. Sie erhielt 2010 den Preis für musikalische Komposition von Fürst Pierre von Monaco, 2012 den Ho-Am-Preis und 2017 den Wihuri-Sibelius-Preis.

Der Marie-Josée Kravis Prize for New Music at the New York Philharmonic ist eine von dem New Yorker Orchester verliehene Auszeichnung. Er wird an Komponisten Neuer Musik vergeben, die 200.000 US-Dollar sowie den Auftrag für eine neue Komposition erhalten. Frühere Preisträger waren Louis Andriessen (2016), Per Nørgård (2014) und Henri Dutilleux (2011).

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