> > > Kravis Prize für Berliner Komponistin Unsuk Chin
Samstag, 17. November 2018

Preisgeld in Höhe von 200.000 US-Dollar

Kravis Prize für Berliner Komponistin Unsuk Chin

New York, . Die in Berlin lebende Komponistin Unsuk Chin ist die neue Preisträgerin des Marie-Josée Kravis Prize des New York Philharmonic Orchestra. Die Auszeichnung ist mit 200.000 US-Dollar dotiert und beinhaltet einen Kompositionsauftrag für das Orchester. Chin zeigte sich begeistert, erneut mit dem New York Philharmonic Orchestra zusammen zu arbeiten. Bereits zuvor hatte das Orchester von ihr komponierte Stücke aufgeführt.

Unsuk Chin wurde 1961 in Seoul, Süd-Korea, geboren und brachte sich in frühester Kindheit selbst Klavierspiel und Musiktheorie bei. Später studierte sie Komposition bei Sukhi Kang an der Seoul National University. Im Jahr 1984 wurde Chins Stück "Gestalten" für die IGNM Weltmusiktage in Kanada sowie 1986 für den "Rostrum of Composers" der UNESCO ausgewählt. Das Werk "Spektra" für drei Violoncelli gewann 1985 den Grand Prix beim Internationalen Gaudeamus Kompositionswettbewerb. Im gleichen Jahr siedelte sie als DAAD-Stipendiatin nach Europa über und studierte bis 1988 in Hamburg Komposition bei György Ligeti. Seither lebt und arbeitet Chin in Berlin. Im Jahr 2004 wurde ihr Violinkonzert mit dem renommierten Grawemeyer Award for Music Composition ausgezeichnet. Außerdem wurde 2007 ihre erste Oper "Alice in Wonderland" an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt. Später war sie als "composer in residence" beim Lucerne Festival, beim Acht-Brücken-Festival, beim Tonsätterfestival, beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, bei der Essener Philharmonie und beim Seoul Philharmonic Orchestra. Sie erhielt 2010 den Preis für musikalische Komposition von Fürst Pierre von Monaco, 2012 den Ho-Am-Preis und 2017 den Wihuri-Sibelius-Preis.

Der Marie-Josée Kravis Prize for New Music at the New York Philharmonic ist eine von dem New Yorker Orchester verliehene Auszeichnung. Er wird an Komponisten Neuer Musik vergeben, die 200.000 US-Dollar sowie den Auftrag für eine neue Komposition erhalten. Frühere Preisträger waren Louis Andriessen (2016), Per Nørgård (2014) und Henri Dutilleux (2011).

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Telemann-Preis 2019 für Musikwissenschaftler Klaus Hofmann
Auszeichnung ehrt Einsatz für Telemann-Forschung (14.11.2018) Weiter...

Brahms-Institut erwirbt Post von Johannes Brahms
Schreiben wurde in amerikanischem Antiquariat entdeckt (14.11.2018) Weiter...

Händel-Preis für Musikwissenschaftlerin Silke Leopold
Festspiele Halle geben Preisträger und Programm für 2019 bekannt (14.11.2018) Weiter...

Nordrhein-Westfalen erhält ein Opernstudio
Vier Opernhäuser fördern künftig den Sänger-Nachwuchs (13.11.2018) Weiter...

Paula Borggrefe und Leonard Toschev gewinnen Rust-Preis
Junge Geiger spielten um Leihinstrumente (13.11.2018) Weiter...

Musikpreis der Stadt Duisburg für Cellist Nicolas Altstaedt
Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert (13.11.2018) Weiter...

Anton Yashkin gewinnt Franz Liszt-Klavierwettbewerb
Erster Preis ist mit 12.000 Euro dotiert (12.11.2018) Weiter...

Théo Fouchenneret und Dmitry Shishkin gewinnen Concours de Genève 2018
Erster Preis ist mit 20.000 Schweizer Franken dotiert (12.11.2018) Weiter...

Elbphilharmonie Hamburg: Ärgernis Saaltouristen
Publikum verlässt Jazz-Konzert (11.11.2018) Weiter...

Linz will Theatervertrag kündigen
Landeshauptmann hofft auf weitere Zusammenarbeit (10.11.2018) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (11/12 2018) herunterladen (4200 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Franz Lehár: Kaiserin Josephine - Ich heiße Sie alle ganz herzlich willkommen!

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Isabelle van Keulen im Portrait "Mir geht es vor allem um Zwischentöne"
Isabelle van Keulen im Gespräch mit klassik.com über ihre Position als Artist in Residence der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, historische Aufführungspraxis und das Spielen ohne Dirigent.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich