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Samstag, 20. Juli 2019

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Mädchen- und Knabenchor, © Frankfurter Domsingschule

Mädchen- und Knabenchor, © Frankfurter Domsingschule

Preis ist mit 10.000 Euro dotiert

Schumann-Preis 2018 für Frankfurter Domsingschule

Frankfurt, . Die diesjährige mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung der Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main e.V. geht an den Dommusikdirektor Andreas Boltz und die Domkantorin und Leiterin der Domsingschule Bjanka Ehry. Mit der Auszeichnung würdigt der Verein musikerzieherische Leistungen. Die Schule der beiden Pädagogen sei "nicht nur eine Schule in Sachen Musik und Chorgesang, sondern eine Schule fürs Leben", so der Vorsitzende Professor Dr. Hans-Jürgen Hellwig. Übergeben wird der Preis kommende Woche im Kaisersaal im Frankfurter Römer.

Andreas Boltz wurde 1964 in Würzburg geboren. An der örtlichen Musikhochschule studierte er Katholische Kirchenmusik und legte 1989 die Prüfung zum Musiklehrer ab. 1992 erspielte er sich außerdem ein Meisterklassendiplom im künstlerischen Orgelspiel. Zwischen 1989 und 1993 war er als Assistent des Domkapellmeisters des Würzburger Kiliansdom tätig. Darauf folgend war er bis 2011 Regionalkonator des Bistums Mainz in Darmstadt sowie Dozent für Chorleitung und Orgel am Mainzer Institut für Kirchenmusik. Außerdem leitete er von 1995 bis 2011 das projektbezogene Vocalensemble Darmstadt. Am Kaiserdom St. Bartholomäus in Frankfurt arbeitet er seit 2011. Unter seiner Leitung begann im gleichen Jahr der Aufbau der Domsingschule. Diese fasst momentan 300 Kinder aller Konfessionen und Altersklassen ab dem dritten Lebensjahr. Die Schüler erhalten altersgerechte Stimmausbildungen und lernen die Chorarbeit kennen. Bjanka Ehry absolvierte zwischen 1995 und 2002 die Ausbildung zur nebenberuflichen Kirchenmusikern im Bistum Limburg. Außerdem studierte sie bis 2011 Lehramt Deutsch, Musik und Katholische Kirchenmusik an der Frankfurter Goethe-Universität und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, ebenfalls in Frankfurt am Main. Ab 2011 war sie Andreas Boltz‘ Assistentin in der Domsingschule, die sie heute als Domkantorin leitet.

Der Schumann-Preis für besondere Leistungen im musikerzieherischen Bereich wurde 2012 ins Leben gerufen und wird nun alle zwei Jahre vergeben. Preisträger müssen die 10.000 Euro in die Musikerziehung investieren. Preisträger im Jahr 2012 war Felix Koch, Professor für Alte Musik/Barockcello sowie Konzertpädagogik/ Musikvermittlung an der Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und im Jahr 2014 Clemens Greve, Geschäftsführer der Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen. Mit dem Schumann-Preis 2016 wurde Tobias Henn, Leiter des Programms "PEGASUS – Musik erleben!" der Alten Oper Frankfurt ausgezeichnet. Vergeben wird die Auszeichnung von der 1956 gegründeten Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main e.V. Zu den Gründern gehörten der Arzt Max Flesch-Thebesius und der Pianist Erich Flinsch. Ziel war und ist es, die Musik im Sinne von Robert Schumann zu pflegen, das Verständnis von Musik zu fördern und die Liebe zur Musik zu wecken. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung junger Künstler. Der Verein veranstaltet jährlich mehrere spendenbasierte Kammerkonzerte.

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