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Freitag, 5. März 2021

Streit mit Hausbewohner beigelegt

Düsseldorfer Schumann-Haus wird zum Museum

Düsseldorf, . Nach einigen Komplikationen wird das historische Schumann-Haus in der Altstadt Düsseldorfs nun in Großteilen zum Museum ausgebaut. Der Umbau, bei dem unter anderem hinter ein Neubau, ein Aufzug sowie eine Überdachung des Hofes entstehen werden, soll etwa 3,2 Millionen Euro kosten. Finanziell unterstützt wird das Projekt u.a. durch einen Förderverein aus Düsseldorfer Bürgern, welcher das Projekt in sechsstelliger Höhe bezuschusst. Die Eröffnung des 650 Quadratmeter großen Museums soll im Herbst 2020 erfolgen. Die Leitung wird das Heinrich-Heine-Institut übernehmen.

Ursprünglich hätte das Museum bereits zum 200-jährigen Bestehen des Städtischen Musikvereins 2018 fertiggestellt werden sollen. Probleme traten allerdings durch einen in einer Wohnung im Schumann-Haus wohnhaften Cellisten auf. Dieser weigerte sich aufgrund seines unbefristeten Mietvertrages, das Haus zu verlassen, wodurch es zur zweijährigen Verzögerung des Ausbaus kam. Während der kommenden Bauarbeiten soll der Musiker das Haus nun zeitweise verlassen, nach Fertigstellung des Museums wird er weiter im historischen Gebäude wohnhaft bleiben können.

Das Schumann-Haus in Düsseldorf ist das letzte gemeinsame Wohnhaus von Robert und Clara Schumann sowie deren sieben Kindern. Die Familie bezog das Haus 1852, Robert Schumann zog 1854 in eine Nervenheilanstalt bei Bonn, seine Frau und die Kinder verließen das Haus im Folgejahr. In dem kurzen Zeitraum, den der Komponist im Haus verbrachte, entstand rund ein Drittel seines Gesamtwerks. Bis heute ist das Haus im selben historischen Zustand, in dem die Familie Schumann es im 19. Jahrhundert bewohnte. In der ehemaligen Wohnung der Schumanns befinden sich zurzeit eine Gedenkstätte sowie das historische Tafelklavier des Ehepaares.

Weiterführende Informationen:

Portrait Clara Schumann
Portrait Robert Schumann

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