> > > Leipzig: Museum freut sich über Mendelssohn-Briefe
Sonntag, 20. September 2020

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Schreiben von Felix Mendelssohn-Bartholdy an Bürnau, © Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Schreiben von Felix Mendelssohn-Bartholdy an Bürnau, © Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Wert wird auf fünfstellige Summe geschätzt

Leipzig: Museum freut sich über Mendelssohn-Briefe

Leipzig, . Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig hat durch eine Schenkung des Historikers Karl-Ludwig Elvers Autographe des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy erhalten. Zwölf der Briefe wurden von Mendelssohn an unterschiedliche Empfänger verfasst, vier weitere Briefe stammen aus seinem Umfeld, so das Museum. Eines der Schreiben richte sich an den Bildhauer Hermann Knaur, welcher auf Anraten Mendelssohns 1843 das weltweit erste Bach-Denkmal schuf. Darüber hinaus ist unter den Briefen auch eine Konzertanfrage an die Sängerin Henriette Grabau-Bünau von 1839. Unter den an den Komponisten gerichteten Briefen befindet sich ein Liebesbrief seiner Verlobten Cecile Jeanrenaud aus dem Jahr 1836. Das Museum schätzt den Wert der Schreiben auf eine fünfstellige Summe. Wann sie für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, steht bislang noch nicht fest. Nach eigenen Angaben verfügt das Stadtgeschichtliche Museum Lepizig bereits über etwa 200 Briefe, handschriftliche Kompositionen und Zeichnungen Felix Mendelssohn Bartholdys.

Der Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy wurde am 3. Februar 1809 in Hamburg geboren. Ersten Klavierunterricht erhielt er von seiner Mutter, später unter anderem von Ludwig Berger und Ignaz Moscheles. Im Alter von neun Jahren trat er zum ersten Mal öffentlich auf, gemeinsam mit seiner Schwester Fanny. In den 1820er Jahren unternahm er zahlreiche Konzertreisen durch Frankreich, Italien, England und Schottland. 1833 wurde er Musikdirektor in Düsseldorf, 1835 Gewandhauskapellmeister in Leipzig. Zusammen mit Verlegern, Gelehrten und anderen Komponisten gründete er 1843 das Leipziger Konservatorium. Sein kompositorisches Schaffen umfaßt Konzerte, Vokal-, Orchester-, Kammermusik- und Klaviermusikwerke sowie fünf Sinfonien. Mendelssohn starb am 4. November 1847 in Leipzig.

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig widmet sich in seinen Ausstellungen dem Stadtgeschehen der Stadt Leipzig von der Stadtwerdung im Mittelalter bis zur Gegenwart. Erste Ausstellungsstücke stammen aus der Sammlung des 1867 gegründeten Vereins für die Geschichte Leipzigs, welcher diese Exponate 1909 dem neuen Museum übergab. Dessen Einweihung folgte 1911. Seit der Eröffnung werden die Ausstellungsstücke thematisch anstatt chronologisch sortiert. Museumsdirektor ist seit 1996 Volker Rodekamp.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Felix Mendelssohn Bartholdy

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