> > > Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin zieht um
Freitag, 19. Juli 2019

Historische Tondokumente sollen künftig im Humboldt Forum aufbewahrt werden

Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin zieht um

Berlin, . Ab 2019 sollen sämtliche Tondokumente des Lautarchivs der Humboldt-Universität zu Berlin im Humboldt Forum zugänglich sein. Die Bestände des Lautarchivs wurden fast vollständig digitalisiert und sollen so zukünftigen Nutzern zur Verfügung gestellt werden.

Das Archiv enthält neben etwa 180 Wachswalzen und einigen Gelatineplatten rund 7.500 Schellackplatten, darunter 4.500 Originale und 3.000 Dubletten. Diese dokumentieren eine Vielzahl an musikalischen Erzeugnissen, Sprachen und Dialekten, u.a. auch Stimmporträts berühmter Persönlichkeiten. Das Lautarchiv verfügt damit über eine weltweit einzigartige akustische Sammlung, die nicht nur für phonetische, sprach- und musikwissenschaftliche Forschungen, sondern auch für kulturhistorische und wissenschaftsgeschichtliche Zugänge aufschlussreiches Quellenmaterial bietet. Das Archiv wurde im Jahr 1920 von dem Englischlehrer Wilhelm Doegen (1877–1967) an der Preußischen Staatsbibliothek  gegründet. Die Aufnahmen hatte er bereit 1909 begonnen, mit einer Erweiterung 1915 in Form der Einrichtung der Königlich Preußischen Phonographischen Kommission. Nachdem dieser vor allem an Sprachen und Musik der Kriegsgefangenen interessierte Forschungsverbund aufgelöst wurde, wurden die Tondokumente in das Phonogrammarchiv der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt-Universität) eingebracht. 1990 nahm der Phonetiker Dieter Mehnert eine neue Ordnung und Struktur vor. Seither wurden außerdem Sicherheitskopien sowie digitale Dokumente gefertigt.

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