> > > Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin zieht um
Samstag, 17. November 2018

Historische Tondokumente sollen künftig im Humboldt Forum aufbewahrt werden

Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin zieht um

Berlin, . Ab 2019 sollen sämtliche Tondokumente des Lautarchivs der Humboldt-Universität zu Berlin im Humboldt Forum zugänglich sein. Die Bestände des Lautarchivs wurden fast vollständig digitalisiert und sollen so zukünftigen Nutzern zur Verfügung gestellt werden.

Das Archiv enthält neben etwa 180 Wachswalzen und einigen Gelatineplatten rund 7.500 Schellackplatten, darunter 4.500 Originale und 3.000 Dubletten. Diese dokumentieren eine Vielzahl an musikalischen Erzeugnissen, Sprachen und Dialekten, u.a. auch Stimmporträts berühmter Persönlichkeiten. Das Lautarchiv verfügt damit über eine weltweit einzigartige akustische Sammlung, die nicht nur für phonetische, sprach- und musikwissenschaftliche Forschungen, sondern auch für kulturhistorische und wissenschaftsgeschichtliche Zugänge aufschlussreiches Quellenmaterial bietet. Das Archiv wurde im Jahr 1920 von dem Englischlehrer Wilhelm Doegen (1877–1967) an der Preußischen Staatsbibliothek  gegründet. Die Aufnahmen hatte er bereit 1909 begonnen, mit einer Erweiterung 1915 in Form der Einrichtung der Königlich Preußischen Phonographischen Kommission. Nachdem dieser vor allem an Sprachen und Musik der Kriegsgefangenen interessierte Forschungsverbund aufgelöst wurde, wurden die Tondokumente in das Phonogrammarchiv der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt-Universität) eingebracht. 1990 nahm der Phonetiker Dieter Mehnert eine neue Ordnung und Struktur vor. Seither wurden außerdem Sicherheitskopien sowie digitale Dokumente gefertigt.

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Telemann-Preis 2019 für Musikwissenschaftler Klaus Hofmann
Auszeichnung ehrt Einsatz für Telemann-Forschung (14.11.2018) Weiter...

Brahms-Institut erwirbt Post von Johannes Brahms
Schreiben wurde in amerikanischem Antiquariat entdeckt (14.11.2018) Weiter...

Händel-Preis für Musikwissenschaftlerin Silke Leopold
Festspiele Halle geben Preisträger und Programm für 2019 bekannt (14.11.2018) Weiter...

Nordrhein-Westfalen erhält ein Opernstudio
Vier Opernhäuser fördern künftig den Sänger-Nachwuchs (13.11.2018) Weiter...

Paula Borggrefe und Leonard Toschev gewinnen Rust-Preis
Junge Geiger spielten um Leihinstrumente (13.11.2018) Weiter...

Musikpreis der Stadt Duisburg für Cellist Nicolas Altstaedt
Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert (13.11.2018) Weiter...

Anton Yashkin gewinnt Franz Liszt-Klavierwettbewerb
Erster Preis ist mit 12.000 Euro dotiert (12.11.2018) Weiter...

Théo Fouchenneret und Dmitry Shishkin gewinnen Concours de Genève 2018
Erster Preis ist mit 20.000 Schweizer Franken dotiert (12.11.2018) Weiter...

Elbphilharmonie Hamburg: Ärgernis Saaltouristen
Publikum verlässt Jazz-Konzert (11.11.2018) Weiter...

Linz will Theatervertrag kündigen
Landeshauptmann hofft auf weitere Zusammenarbeit (10.11.2018) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (11/12 2018) herunterladen (4200 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Franz Lehár: Kaiserin Josephine - Ich heiße Sie alle ganz herzlich willkommen!

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

 4442 im Portrait Musik ohne Grenzen
Programme abseits der Konventionen beim Festival Printemps des Arts de Monte-Carlo

weiter...
Alle Interviews...


Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich