> > > Höhere Subventionen für Filmorchester Babelsberg
Dienstag, 19. Februar 2019

Kulturstaatssekretärin und Baudezernent wollen Fortbestand durch mehr Fördermittel sichern

Höhere Subventionen für Filmorchester Babelsberg

Potsdam, . Die Musiker des vom Aus bedrohten Filmorchesters Babelsberg haben Grund zur Hoffnung: Laut Intendant Klaus-Peter Beyer habe das Land Brandenburg bei einem Gespräch mit Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil und dem Potsdamer Baudezernenten Bernd Rubelt zugesagt, den Fortbestand des Klangkörpers auch mit einer Erhöhung der Fördermittel sichern zu wollen.

Beyer hatte in der letzten Woche Alarm geschlagen (klassik.com berichtete), da eine Baustelle das Tonstudio des Filmorchesters Babelsberg lahm zu legen drohte. Tonaufnahmen wären Beyer zufolge mit der nahe gelegenen Baustelle unmöglich. Grund dafür ist die Empfindlichkeit der Aufnahmegeräte im Studio, welches 2007 mit moderner Technik erweitert wurde. Da die im August beginnende Baustelle eines fünfstöckigen Bürokomplexes mit Tiefgarage auf knapp anderthalb Jahre geplant ist, würden dem Filmorchester langfristig rund 60 Prozent ihrer Einnahmen durch Musikeinspielungen für Filmproduktionen fehlen. Beyer hatte deshalb angekündigt, keine Aufträge mehr annehmen zu können und den 66 Musikern im Winter kündigen zu müssen.

Neben der finanziellen Unterstützung sollen mit dem Investor des Bauprojekts auch Bauarbeiten und Produktionszeiten im Studio des Filmorchesters abgestimmt werden, so ein Sprecher des Kulturministeriums. Über den Ausgleich etwaiger Einnahmeverluste solle dagegen erst zu einem späteren Zeitpunkt gesprochen werden.

Das Deutsche Filmorchester Babelsberg entstand 1993 aus dem Zusammenschluss des DEFA-Sinfonieorchesters mit dem Radio Berlin Tanzorchester. Seit 2007 ist das von Beginn an von Klaus-Dieter Beyer geleitete Orchester auf dem historischen Filmgelände des Studios Babelsberg ansässig. Gespielt werden sinfonische Konzerte, Opernprojekte und Crossover-Programme, mit denen im Bereich Film und Fernsehen bereits über 220 Produktionen vertont wurden. Dirigent ist seit 1999 Scott Lawton.

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Komponist Otto Strobl gestorben
Österreichischer Musiker stirbt im Alter von 91 Jahren (19.02.2019) Weiter...

Rheingold-Preis für Bariton Johannes Martin Kränzle
Auszeichnung ist undotiert (18.02.2019) Weiter...

Pianistin Alice Sara Ott macht unheilbare Krankheit publik
Musikerin will trotz Diagnose weiter Konzerte geben (18.02.2019) Weiter...

Neuer Theater- und Orchestervertrag in Brandenburg
Land wird 50 Prozent der Kosten übernehmen (15.02.2019) Weiter...

Schwedisches Konzerthaus macht Ernst mit Klimaschutz
Gstmusiker sollen künftig mit Bus, Bahn oder Schiff anreisen (15.02.2019) Weiter...

Festival Strings Lucerne freuen sich über neue Stradivari
Instrument wurde vor 1680 gebaut (14.02.2019) Weiter...

Polar-Musikpreis für Geigerin Anne-Sophie Mutter
Auszeichnung ist mit 1 Million Schwedischen Kronen dotiert (14.02.2019) Weiter...

Martha Argerich neues Ehrenmitglied der Wiener Konzerthausgesellschaft
Pianistin gab ihr erstes Konzert im Konzerthaus im Jahr 1959 (13.02.2019) Weiter...

Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen erwirbt Viola aus dem 17. Jahrhundert
Übergabe zum 136. Jahrestag der Museumsgründung (12.02.2019) Weiter...

Fasch-Preis für Geigerin Anne Schumann
Auszeichnung ist undotiert (11.02.2019) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (2/2019) herunterladen (2500 KByte)

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Isabelle van Keulen im Portrait "Mir geht es vor allem um Zwischentöne"
Isabelle van Keulen im Gespräch mit klassik.com über ihre Position als Artist in Residence der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, historische Aufführungspraxis und das Spielen ohne Dirigent.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich