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Dienstag, 11. Dezember 2018

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Hansjörg Schellenberger, © Daniel Vass

Hansjörg Schellenberger, © Daniel Vass

Ehrung durch Staatsministerin Kiechle

Verdienstorden für Hansjörg Schellenberger

München, . Der Dirigent und Oboist Hansjörg Schellenberger ist heute mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Die Ehrung nahme die bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kultur Marion Kiechle in München vor. Als leidenschaftlicher Kulturbotschafter Bayerns und Deutschlands in der Welt leiste Schellenberger einen großen Beitrag für das wechselseitige Verständnis zwischen den Nationen.

Hansjörg Schellenberger wurde 1948 in München geboren und wuchs in der Nähe von Regensburg auf. 1965 siegte er im Bundeswettbewerb Jugend musiziert im Fach Oboe. Diesem Erfolg schloß sich ein Sommeraufenthalt im internationalen music-camp von Interlochen/Michigan an, wo sich Schellenberger unter anderem an einem Wettbewerb für Nachwuchsdirigenten beteiligte und dort ebenfalls den ersten Preis holte. Nach seinem Abitur verfolgte Schellenberger zunächst einen doppelten Ausbildungsweg, indem er nebeneinander Oboe und Mathematik studierte. Im Alter von 21 Jahren wurde er Oboenschüler von Manfred Clement und ließ sich von Jan Koetsier im Dirigieren unterweisen. Nach dem Abschluß seiner Ausbildung und einer einjährigen Meisterklasse wurde Schellenberger 1971 Oboist des Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchesters, in dem er 1975 zum Solo-Oboisten aufrückte. Parallel betrieb er weitere Studien bei Helmut Winschermann (Oboe) und Martin Stefani (Dirigieren) an der Musikhochschule Detmold. Im September 1977 begann Schellenbergers regelmäßige Aushilfstätigkeit in den Reihen der Berliner Philharmoniker, die ihn nach drei Jahren zu ihrem Solo-Oboisten ernannten. In diesen frühen Jahren hatte sich Hansjörg Schellenberger auf nationaler wie internationaler Ebene bereits durch zahlreiche Auszeichnungen und Aktivitäten hervorgetan. 1971 siegte er im Fach Oboe beim deutschen Hochschulwettbewerb, 1972 folgte der zweite Platz beim ARD-Wettbewerb von München. Dazu kamen verschiedene bayerische und nordrhein-westfälische Kulturpreise.

1981 begann Schellenbergers zehnjährige Lehrtätigkeit an der Berliner Hochschule der Künste, von 1985 bis 1998 veranstaltete er alljährliche Sommerkurse an der Accademia Chigiana in Siena, 1983 gehörte er zu den Gründern des Ensembles Wien-Berlin, 1991 rief er das Berliner Haydn-Ensemble ins Leben – und während all seiner »philharmonischen« Jahre in Berlin (1980-2001) wirkte er als Oboenlehrer an der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker, für die er zudem von 1983 bis 1997 die Geschäfte im Bereich der Phono- und Fernsehproduktionen führte. Seit 2000 hat Hansjörg Schellenberger eine Oboenklasse an der einzigen rein privat geführten Musikhochschule in Europa, der „Escuela Superior de Musica Reina Sofia“ in Madrid und leitet dort auch die Kammermusikklasse für Bläser des Internationalen Instituts für Kammermusik der Schule.

Als Dirigent leitete er ab 1995 u.a. das Orquesta de Comunidad Madrid, das Symphonieorchester von Jerusalem, das Orquesta di Valencia und das Orchester des Florentiner Maggio Musicale, die Camerata Salzburg, das Spanische Nationalorchester, das NHK Symphony Orchestra Tokio, das Orchestra Verdi aus Mailand, die Deutsche Radio-Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern und viele andere hochkarätige Klangkörper. Im Oktober 2013 wurde Hansjörg Schellenberger vom Okayama Philharmonic Orchestra zu seinem Chefdirigenten ernannt.

Von zentraler künstlerischer Bedeutung ist für Hansjörg Schellenberger auch das kammermusikalische und konzertante Zusammenwirken mit seiner Ehefrau, der Harfenistin Margit-Anna Süß. Seit mehr als zwanzig Jahren bildet sie ein vielgefragtes Duo, das die Musikfreunde auf unzähligen deutschen Podien sowie bei mancherlei internationalen Tourneen mit besonderen Kostbarkeiten des Repertoires bekannt gemacht hat. Auf mehr als fünfzig CDs hat der Künstler seine musikalische Tätigkeit bei allen großen Tonträgerfirmen demonstriert. Vor über zehn Jahren gründete er überdies sein eigenes Label Campanella Musica, auf dem er selbst unter anderem mit Werken von Carl Philipp Emanuel Bach, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven sowie mit einem französischen Barockprogramm und verschiedenen Werken moderner Klassiker vertreten ist.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Hansjörg Schellenberger

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