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Donnerstag, 18. Juli 2019

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Kraftwerk Mitte (Visualisierung), © pfp Architekten

Kraftwerk Mitte (Visualisierung), © pfp Architekten

Wasserschaden sorgt für Ausfall von 45 Veranstaltungen

Staatsoperette Dresden mit hohem Einnahmeverlust in Spielzeit 2017/2018

Dresden, . Die Staatsoperette hat aufgrund eines folgenschweren Wasserschadens in der Spielzeit 2017/18 herbe Einnahmeverluste hinnehmen müssen. Für die nicht vom Wasserschaden betroffenen Vorstellungen konnte mit 71.222 Besuchern zwar eine Auslastung von 87 Prozent erzielt werden. Bis einschließlich April 2018 fielen havariebedingt allerdings insgesamt 45 Vorstellungen aus. Dieser Ausfall, die Rabatte für die Vorbühnen-Vorstellungen im Dezember und die Kaufzurückhaltung aufgrund der drastischen Eingriffe ins Programm bedeuteten eigenen Angaben zufolge einen Einnahmeverlust von rund 600.000 Euro. Ohne Einbeziehung der Vorbühnen-Vorstellungen im Dezember und ohne die sechs zusätzlichen Neujahrskonzerte flossen 123 Vorstellungen in die Bilanz ein. Spitzenreiter bei der Auslastung waren die Inszenierungen von "Frau Luna" (99,3 Prozent), das Tango-Stück "María de Buenos Aires" (98,6 %), "Die Dreigroschenoper" (98,2 %), "Die Csárdásfürstin" (96,9 %).

Am 18. Oktober 2017 war es zu einer fremdverschuldeten Havarie der Sprühflutanlage gekommen (klassik.com berichtete), die die Bühne sofort unbenutzbar machte und zur Folge hatte, dass im Oktober sowie im November alle Vorstellungen ausfallen mussten und im Dezember nur zwei Produktionen ("Hänsel und Gretel" und "Die lustige Witwe") auf der Vorbühne gezeigt werden konnten. Im Januar wurden zusätzlich zu den geplanten Aufführungen des auf die Vorbühne verlegten Neujahrskonzerts sehr kurzfristig noch sechs zusätzliche Termine angeboten. Statt der ab Februar bis Spielzeitende geplanten zwei Premieren und einer Wiederaufnahme-Premiere wurden es vier Premieren ("Frau Luna", die Uraufführung "Zzaun!", "Die Dreigroschenoper", "Die Csárdásfürstin") und die Wiederaufnahme-Premiere "Candide". Außerdem entstand mit "The Black Rider", der populären Freischütz-Variante von William Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson, die erste Koproduktion des Theaters Junge Generation und der Staatsoperette.

Um gänzlich alle Havarieschäden zu beseitigen, wird aktuell der Holzboden der Vorbühne, des Orchestergrabens und nach Möglichkeit auch der Hinterbühne demontiert. Hierbei werden auch die Beleuchtung des Dirigentenpults und des Souffleurkastens verbessert. Der Auftakt der Saison 2018/19 fällt am 1. September zusammen mit dem großen Sommerfest aller Kraftwerks-"Bewohner" und setzt sich am Abend mit "Im Weißen Rössl" auf der Bühne der Staatsoperette fort.

Die Staatsoperette Dresden ist das einzige selbstständige Operettentheater Deutschlands. Es wurde 1947 mit einem ersten Vorläufer, dem „Apollo-Theater“ in Leuben gegründet und befindet sich seit Dezember 2016 auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Mitte im Stadtteil Wilsdruffer Vorstadt. Neben Operetten stehen auch Spielopern und Musicals auf dem Spielplan im 700 Zuschauer fassenden Saal.

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