> > > Schumann-Haus in Leipzig wird umgebaut
Donnerstag, 8. Dezember 2022

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Clara Schumann (ca. 1850), © Franz Seraph Hanfstengl

Clara Schumann (ca. 1850), © Franz Seraph Hanfstengl

Museum soll Clara Schumann mehr einbeziehen

Schumann-Haus in Leipzig wird umgebaut

Leipzig, . Anläßlich des 200. Geburtstages von Clara Schumann soll das Schumann-Haus in Leipzig im kommenden Jahr einen Umbau erhalten. Man wolle ihr im Museum mehr Raum neben ihrem Ehemann Robert Schumann geben. Bislang weise die 1999 eröffnete Dauerausstellung nämlich inhaltliche Defizite auf, wenn es um das Leben der Ehefrau des Komponisten ginge. Gewürdigt werden sollen ihre Karriere als Pianistin vor der Hochzeit, ihre internationale Konzerttätigkeit und die Künstlergemeinschaft mit ihrem Ehemann. Hinzu komme, dass dem Schumann-Haus verglichen mit anderen Künstler-Museen der Stadt wie dem Mendelssohn-Haus oder den Bach-Erinnerungsstätten interaktive Elemente sowie zeitgemäße Präsentationsformen fehlten.

Die Neugestaltung der Ausstellung soll etwa 450.000 Euro kosten, 125.000 Euro wurden den Betreibern von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) bereits zugesagt. Eine Abstimmung des Stadtrates über die Pläne steht noch aus.

Das Schumann-Haus in Leipzig ist der ehemalige Wohnort Robert und Clara Schumanns, welche hier 1840 bis 1844 die ersten vier Jahre nach ihrer Hochzeit verbrachten. In der ehemaligen Wohnung des Paares ist das Museum untergebracht, welches vom Robert-und-Clara-Schumann-Verein getragen wird. Des Weiteren befindet sich im Haus ein Konzertsaal, der früher Künstlern wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt und Richard Wagner eine Plattform bot, und noch immer für Konzerte oder Lesungen zur Verfügung steht. Die ebenfalls im Haus untergebrachte Clara-Schumann-Grundschule bietet ein musikalisch-künstlerisches Profil an.

Clara Schumann wurde am 13.9.1819 in Leipzig geboren. Ihr Vater Friedrich Wieck hatte sie für eine Pianistinnenkarriere vorgesehen. Er unterrichtete seine Tochter und ließ sie bereits 1828 erstmals öffentlich auftreten. Ab 1832 folgten längere Konzertreisen. Für ihre Ehe mit dem Komponisten Robert Schumann gab sie diese vielversprechende Zukunft auf. Nach dessen Tod 1856 nahm sie ihre pianistische Tätigkeit wieder auf und setzte sich dabei nachhaltig für das Werk ihres Mannes ein. Daneben spielte sie auch Werke von Beethoven, Chopin und Brahms, mit dem sie eine langjährige innige Freundschaft verband. Clara Schumann komponierte selbst Lieder sowie einige kammermusikalische Werke, die den Einfluss ihres Gatten aufweisen. Sie starb am 20.5.1896 in Frankfurt am Main.

Weiterführende Informationen:

Portrait Clara Schumann
Portrait Robert Schumann

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