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Freitag, 21. September 2018

Auszeichnung ist mit rund 116.000 Euro dotiert

Praemium Imperiale für Riccardo Muti

Berlin, . Riccardo Muti wird in diesem Jahr mit dem Praemium Imperiale in der Kategorie Musik ausgezeichnet. Das teilte der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, im Namen der Japan Art Association mit.

Der Preis gehört zu den weltweit wichtigsten Kulturpreisen und wird in den Bereichen Malerei, Skulptur, Architektur, Musik und Theater/Film für ein Lebenswerk vergeben. In der Begründung bezeichneten die Veranstalter Muti als einen der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit, dessen beeindruckende internationale Laufbahn nun ausgezeichnet würde. Neben dem Italiener werden die französische Schauspielerin Catherine Deneuve, der französische Architekt Christian de Portzamparc, der belgische Maler Pierre Alchinsky und die japanische Skulpturenkünstlerin Fujiko Nakaya ausgezeichnet. Der Nachwuchspreis geht in diesem Jahr an die britische Shakespeare Schools Foundation. Die Preisverleihung findet im Oktober in Tokio statt.

Riccardo Muti wurde 1941 Neapel geboren und von seinen Eltern bereits früh in seinem musikalischen Interesse gefördert. Nach der Schule ging er an das Konservatorium Neapels, wo er Klavier und Philosophie studierte. Nach seinem Abschluss wechselte er nach Mailand, wo er am Verdi-Konservatorium seine Ausbildung mit einem Kompositions- und Dirigierstudium vervollständigte. 1967 gewann er den Guido Cantelli Wettbewerb für Dirigieren und legte damit den Grundstein für seine internationale Karriere. Sein erstes Amt als Chefdirigent übernahm er zwei Jahre später in Florenz, bevor er 1973 die Nachfolge Otto Klemperers beim Londoner New Philharmonia Orchestra antrat. Von 1980 bis 1992 war Muti Chefdirigent des Philadelphia Orchestra. 1986 trat er zudem die Nachfolge Claudio Abbados als musikalischer Leiter der Mailänder Scala an. Von diesem Amt trat Muti im April 2005 nach längeren internen Querelen zurück. Seit 2010 ist er Musikdirektor des Chicago Symphony Orchestra. Jüngstes Projekt seiner umfangreichen Arbeit mit jungen Musikern ist die Riccardo Muti Italian Opera Academy, die 2015 zum ersten Mal stattfand. Außerdem ist er seit 1971 jährlich bei den Salzburger Festspielen dabei. Im Jahr 2000 erhielt er für sein Schaffen den Knight Commander Order of the British Empire, 2001 je das Große Silberne Ehrenzeichen in Österreich und das Bundesverdienstkreuz in Deutschland. 2012 erhielt er von Benedikt XVI. den Päpstlichen Gregoriusorden.

Die häufig als "Nobelpreis der Künste" bezeichnete Ehrung wird in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des japanischen Kaiserhauses und wird von der Japanese Art Association jährlich an große Künstler vergeben. Umgerechnet ist die Auszeichnung mit 116.000 Euro dotiert. Unter den bisherigen Preisträgern im Bereich Musik befinden sich unter anderem Plácido Domingo, Daniel Barenboim, Philip Glass, Gidon Kremer, Maurizio Pollini, Claudio Abbado, Hans Werner Henze, Leonard Bernstein, Arvo Pärt und Mitsuko Uchida.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Plácido Domingo

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