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Montag, 23. Juli 2018

Annesley Black, Steffen Schleiermacher und Peter Michael Hamel wurden in Berlin gewählt

Akademie der Künste beruft neue Mitglieder

Berlin, . Die Akademie der Künste in Berlin hat 14 neue Mitglieder berufen. Damit steigt die Mitgliederzahl in allen sechs Kunstsektionen auf insgesamt 418 Mitglieder. In der Sektion Musik kamen die Komponistin Annesley Black, der Komponist Peter Michael Hamel und der Pianist, Komponist und Dirigent Steffan Schleichermacher neu hinzu. Sie alle haben die Wahl bereits angenommen.

Annesley Black wurde 1979 in Ottawa geboren und lebt in Frankfurt am Main. Sie studierte Jazz, Elektronische Musik und Komposition in Montreal, Köln und Freiburg. Von 2008 bis 2011 arbeitete sie als Assistentin für Klangregie am Experimentalstudio des SWR. Seit 2012 ist sie Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik (DEGEM), seit 2013 Lehrbeauftragte für Komposition und Elektronische Medien an Dr. Hoch‘s Konservatorium und für Komposition und Technologie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Zu den von ihr bereits gewonnenen Auszeichnungen zählen ihre Auswahl als Stipendiatin 2004, der Preis der Darmstädter Ferienkurse 2006 und 2008 der Busoni Förderpreis der Akademie der Künste Berlin. 2009 wurde sie Stipendiatin der Akademie der Künste und gewann 2009 den Stuttgarter Kompositionspreis.

Peter Michael Hamel wurde 1947 in München geboren und lebt in Aschau/Chiemgau. Er studierte Komposition und Musikwissenschaften in München und Berlin. Von 1969 bis 1974 arbeitete er u.a. mit John Cage, Morton Feldman und Terry Riley zusammen. In den 1970er Jahren gründete er die Improvisationsgruppe "Between". 1976 erschien sein Buch "Durch Musik zum Selbst". Zwischen 1997 und 2012 hatte er eine Professor für Komposition und Musiktheorie an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater inne. Seit 2007 ist Hamel Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Ausgezeichnet wurde er u.a.  1974 mit dem Beethoven-Förderpreis der Stadt Bonn, 1979 erhielt er ein Stipendium in der Villa Massimo in Rom. 1988 war er Composer in Residence beim Schleswig Holstein Musikfestival, 2007 wurde ihm der Gerhard-Maasz-Preis verliehen und 2008 erhielt er den Gerda-und-Günter-Bialas-Preis.

Steffen Schleiermacher wurde 1960 in Halle geboren, heute lebt er in Leipzig. Er studierte Klavier, Komposition und Dirigieren in Leipzig und war 1986/87 Meisterschüler der Komposition an der Akademie der Künste Berlin, bei Friedrich Goldmann. 1989/90 absolvierte er ein Zusatzstudium des Klaviers bei Aloys Kontarsky in Köln. Er unternahm Konzertreisen durch Europa, Amerika und Ostasien. Außerdem entstanden mit ihm zahlreiche CD-Aufnahmen, darunter die Ersteinspielung des gesamten Klavierwerks von John Cage. Seit 1988 ist er Leiter der Reihe „musica nova“ am Gewandhaus Leipzig. Zu den von Schleiermacher gewonnenen Auszeichnungen gehören der Kranichsteiner Musikpreis 1986, der Hanns-Eisler-Preis 1989, darüber hinaus 1992 ein Stipendium der Villa Massimo in Rom. In Paris erhielt er 1999 das Stipendium Cité Internationale des Arts und wurde 2010 Chevalier des Arts et Lettres.

Die Berliner Akademie der Künste geht auf die 1696 von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg, dem späteren Preußenkönig Friedrich I., gegründete Akademie zurück. Diese Gelehrtengesellschaft änderte im Verlauf der Geschichte mehrfach ihren Namen. Die aktuelle Akademie der Künste ging 1993 aus der Akademie der Künste zu Berlin (Ost) und der Akademie der Künste in Berlin (West) hervor. Seit 2004 wird die Akademie als Körperschaft des öffentlichen Rechts vom Bund getragen. Mitglieder der Akademie können Personen werden, die sich um die Künste verdient gemacht haben. Präsident ist seit 2015 die Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin Jeanine Meerapfel, welche 2018 bereits wiedergewählt wurde.

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