> > > Bonner Beethovenhalle: Sanierung ein Fass ohne Boden?
Montag, 23. Juli 2018

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Weitere Mehrkosten bei der Sanierung

Bonner Beethovenhalle: Sanierung ein Fass ohne Boden?

Bonn, . Unvorhergesehene Zusatzarbeiten lassen die Kosten bei der Sanierung der Beethovenhalle in Bonn weiter steigen: Wo beim Baubeschluss 2016 noch von 61,5 Millionen Euro die Rede war, liegen die Kosten einer Mitteilung der Stadt zufolge mittlerweile bereits bei 87,2 Millionen Euro. Ebenso hat sich die voraussichtliche Fertigstellung der Halle zwischenzeitlich auf das Jahr 2020 verschoben. Mehraufwand trat bei der Asbestsanierung der Luftschächte, den Rohbauarbeiten, der Instandsetzung historischer Türen, der Technik, der Brandschutzberatung und einigen weiteren Bereichen auf. Beauftragte Firmen würden zudem hohe Preise fordern.

Dem beauftragten Architektenbüro wirft die Stadt mangelhafte Arbeit vor, genauso der von den Architekten organisierten Bauleitung. Auch die Hoffnung Bonns auf Spenden für das Mobiliar und die technische Ausstattung der Halle wurde enttäuscht; eine Verringerung der 2,1 Millionen Euro Kosten in diesem Bereich sei aktuell nicht absehbar. Wegen baubetrieblicher Kostennächträge in Höhe von 4,9 Millionen Euro hat die Stadt einen Gutachter eingeschaltet. Planmäßig laufe jedoch die Sanierung des Daches und der Fassade, so die Aussage der Stadt.

Die Beethovenhalle Bonn wurde nach den Plänen von Siegfried Wolske erbaut und im September 1959 eröffnet. Im Jahr 1990 wurde die Halle unter Denkmalschutz gestellt. 1996 wurde das Haus zum Teil modernisiert und ein Anbau an das Südfoyer durchgeführt. Seither wurde nur das Nötigste in den Erhalt des Konzertsaals investiert, nicht zuletzt im Zuge der langjährigen Debatten um ein Beethoven-Festspielhaus. 2016 beschloss der Bonner Gemeinderat nach längeren Diskussionen die Sanierung der Beethovenhalle.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

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