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Samstag, 23. Februar 2019

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Enoch zu Guttenberg, © Regine Körner

Enoch zu Guttenberg, © Regine Körner

Dirigent wurde 71 Jahre alt

Enoch zu Guttenberg ist tot

München, . Der Dirigent und Festival-Gründer Enoch Baron zu Guttenberg ist tot. Enoch zu Guttenberg gehörte zu den bekanntesten und angesehensten deutschen Dirigenten der Gegenwart.

Georg Enoch Robert Prosper Philipp Franz Karl Theodor Maria Heinrich Johannes Luitpold Hartmann Gundeloh Freiherr von und zu Guttenberg wurde 1946 geboren. Er studierte in München und Salzburg Komposition und Dirigieren. 1967 gründete er die Chorgemeinschaft Neubeuern, die er seitdem leitet, und stellte ihr 1997 das neugegründete Orchester KlangVerwaltung als Instrumentalensemble zur Seite. Als Gastdirigent trat er mit zahlreichen internationalen Klangkörpern auf, darunter die Berliner Staatskapelle, die Bamberger Symphoniker, das NDR Sinfonieorchester, das Nouvelle Orchestre Philharmonique Paris, das MDR Sinfonieorchester und die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Neben seiner Tätigkeit auf musikalischem Gebiet war er vor allem ökologisch und politisch engagiert. So gehörte er etwa 1975 zu den Begründern des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Er wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet und ist unter anderem Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse, des Bayerischen Verdienstordens und der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um die Umwelt. Seit 2003 war er in seiner fränkischen Heimat auch Ehrendirigent der Hofer Symphoniker, mit denen er regelmäßig arbeitete.

Aus Protest gegen die Echo-Verleihung an zwei umstrittene Rapper gab Enoch zu Guttenberg im Frühjahr 2018 seinen 2008 gewonnenen Klassik Echo zurück und trug damit zur Einstellung des Musikpreises bei. Bis zu seinem Tod standen die Festspiele Herrenchiemsee unter seiner künstlerischen Leitung.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Enoch zu Guttenberg

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Bisherige Kommentare:

  1. Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
    Bayerns Kunstministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle würdigte heute das künstlerische Schaffen des Dirigenten und Trägers des Bayerischen Verdienstordens sowie des Bundesverdienstkreuzes: „Mit Enoch zu Guttenberg verlieren wir eine große unverwechselbare Musikerpersönlichkeit, dessen unermüdliche Energie, Kreativität und dezidierte Haltung für viele Menschen Vorbild und Inspiration war. Die Musikwelt und der Freistaat Bayern gedenken seiner mit Dankbarkeit und Bewunderung“.
    Redaktion, 15.06.2018, 13:01 Uhr
  2. Rheingau Musikfestival
    Mit tiefstem Bedauern haben wir vom Tod von Enoch Baron zu Guttenberg erfahren. Enoch zu Guttenberg war mit seinen Ensembles, der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung München, von Beginn des Festivals an häufiger und sehr gerne gesehener Gast beim Rheingau Musik Festival. Zudem war er seit einigen Jahren Mitglied des Kuratoriums des Rheingau Musik Festivals.

    Festivalintendant Michael Herrmann ist erschüttert über den Tod seines engen Freundes, der bei der Verleihung des Rheingau Musik Preises diese Freundschaft heraushob, indem er sagte, „eigentlich sind wir nicht nur Freunde, sondern Brüder.“

    Enoch zu Guttenberg hätte am 28. Juni mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der Klangverwaltung das Requiem von Giuseppe Verdi in der Basilika von Kloster Eberbach aufführen sollen.
    Redaktion, 15.06.2018, 12:34 Uhr

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