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Mittwoch, 21. November 2018

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Péter Eötvös, © Jean-Francois Leclercq

Péter Eötvös, © Jean-Francois Leclercq

Auszeichnung würdigt Beitrag zur europäischen Musikkultur

Goethe-Medaille für Dirigent Peter Eötvös

München, . Als einem von vier Preisträgern wird in diesem Jahr dem Komponisten und Dirigenten Peter Eötvös die Goethe-Medaille verliehen. Dem Goethe-Institut, welches die Auszeichnung vergibt, zufolge habe er das Motto „Leben nach der Katastrophe“ nach den Brüchen des Kalten Krieges und des Mauerfalls mit Kompositionen und Interpretationen so umgesetzt, dass er eine gemeinsame europäische Musikkultur vorangetrieben und geprägt habe. Die weiteren Preisträger sind die brasilianische Menschenrechtlerin Claudia Andujar und die Theatermacher Heidi und Rolf Aberhalden vom kolumbianischen Kollektiv Mapa Teatro. Die Verleihung findet Ende August zum Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) in Weimar statt.

Peter Eötvös wurde 1944 in Odorheiu Secuiesc, das ehemals zu Ungarn,  heute zu Rumänien gehört, geboren. Von 1958 bis 1965 studierte er an der Musikakademie in Budapest, danach wechselte er mit einem Stipendium für ein Dirigierstudium nach Köln. Zwischen 1968 bis 1976 wirkte er im Ensemble Karlheinz Stockhausens mit, von 1971 bis 1979 war er für den öffentlich-rechtlichen Sender WDR Köln tätig. Anschließend wurde er musikalischer Leiter des Ensemble incontemporain in Paris. 1991 kehrte er nach Ungarn zurück und eröffnete in Budapest das Eötvös Insitut, bevor er an der Musikhochschule in Karlsruhe eine Lehrtätigkeit aufnahm. Eötvös trat häufig mit den Philharmonikern aus Berlin, München und Wien auf und dirigierte u.a. in London, Lyon, Brüssel, Madrid und Paris. Von 1994 bis 2004 war er Chefdirigent des Radiokammerorchesters Hilversum. Zu seinen Auszeichnungen und Ehrungen zählen u.a. ein Klassik Echo (2000), der Music Award der Royal Philharmonic Society Großbritanniens, der Frankfurter Musikpreis (2007) und der ungarische Sankt-Stephans-Orden (2015).

Die Goethe-Medaille wird seit 1955 jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die für die Vermittlung der deutschen Sprache oder den internationalen Kulturaustausch von Bedeutung sind. Seit 1975 ist sie ein offizielles Ehrenzeichen der Bundesrepublik.

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