> > > Asche von Sir Jeffrey Tate in Venedig verstreut
Mittwoch, 20. Februar 2019

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Teatro la Fenice, © Didier Descouens

Teatro la Fenice, © Didier Descouens unter CC BY-SA 4.0

Gedenkkonzert in Venedig von Antonello Manacorda dirigiert

Asche von Sir Jeffrey Tate in Venedig verstreut

Venedig, . Am vergangenen Wochenende fand ein Konzert des venezianischen Opernhauses La Fenice in Erinnerung an Jeffrey Tate, den im letzten Jahr verstorbenen Dirigenten der Symphoniker Hamburg, statt. Das Konzert hätte er dirigieren sollen, nun sprang Antonella Manacorda ein. Gespielt wurden Werke von Richard Wagner, Franz Schubert und Edward Elgar. Angeleitet durch Tates Wittwer Klaus Kuhlemann fand im Anschluss an das Konzert mit Freunden des Verstorbenen ein weiteres Gedenken statt. An der Maria-Callas-Brücke hielt Symphoniker-Intendant Daniel Kühnel eine Abschiedsrede, anschließend wurde laut einem Bericht des Hamburger Abendblattes die Asche von Tates Leichnam über dem Kanal verstreut.

Jeffrey Tate wurde am 28. April 1943 im englischen Salisbury geboren. Zunächst studierte er Medizin in Cambridge und praktizierte als Assistenzarzt in London. Seine professionelle Musikausbildung erhielt er am London Opera Centre. Seine künstlerische Laufbahn begann er als Mitglied des Mitarbeiter-Stabs des Royal Opera House Covent Garden. 1979 debütierte er an der Metropolitan Opera. Darüber hinaus war er Assistent von Herbert von Karajan, James Levine und beim Bayreuther sogenannten Jahrhundert-"Ring" von Pierre Boulez. Seit 1985 leitete er das English Chamber Orchestra, ein Jahr darauf wurde er Principal Conductor am Royal Opera House in London. Zwischen 1991 und 1995 war er Chefdirigent des Rotterdam Philharmonic Orchestra, anschließend wechselte er als Musikdirektor ans Teatro San Carlo in Neapel. Er wirkte bei zahlreichen Festivals mit, etwa in Sydney, New York und Paris und gastierte an zahlreichen internationalen Bühnen, etwa in Venedig, Adelaide oder Wien. Vor allem seine "Ring"-Neuproduktionen in Paris und Köln fanden international große Anerkennung. Seit 2009 leitet er als Chefdirigent die Hamburger Symphoniker. Für seine Verdienste erhielt er mehrere Auszeichnungen, etwa die französischen Ehrentitel "Chevalier de la Légion d'Honneur" sowie "Commandeur des Arts et des Lettres", darüber hinaus wurde er mit dem "Una vita nelle musica"-Preis 2016 ausgezeichnet. Im April 2017 wurde er zum Ritter geschlagen. Er verstarb im Juni darauf durch einen Herzinfarkt.

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Bisherige Kommentare:

  1. Asche von Tate in Venedig verstreut
    Es ist geschmacklos und illegal, die Asche Verstorbener einfach mitten in Venedig von einer Brücke in den Kanal zu kippen. Wenn jeder, der sich wichtigtut und einen besonderen Ort für seine sterblichen Überreste wünscht, diesem schlechten Beispiel folgt, gibt es „endlich“ einen weiteren idiotischen Aspekt des Tourismus in dieser bereits so geplagten Stadt - es ist nicht zu fassen!
    Nutzer_PVUBWZT, 14.06.2018, 01:00 Uhr

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