> > > Andreas Ehelebe gewinnt Sperger Kontrabass-Wettbewerb
Freitag, 19. April 2019

Preisträger und Jury, © International Sperger Society

Preisträger und Jury, © International Sperger Society

1. Preis ist mit 8.500 Euro dotiert

Andreas Ehelebe gewinnt Sperger Kontrabass-Wettbewerb

Ludwigslust, . Beim Internationalen Johann Matthias Sperger Wettbewerb 2018 für Kontrabass hat Andreas Ehelebe (Deutschland) den mit 8.500 Euro dotierten 1. Preis gewonnen. Ihm wurde der Sieg nach einem Konzert der vier Finalisten am 29.07.2018 zugesprochen. Neben dem Preisgeld erhielt der Sieger auch eine Reise nach New York. Der 2. Preis ging an Alexander Weiskopf (Deutschland) in der Höhe von 4.500 Euro. Der mit 2.500 Euro dotierte dritte Preis ging an Yomoon Youn (Südkorea). Der Sonderpreis für die beste Interpretation der Werke von Sperger ging ebenfalls an Andreas Ehelebe. Beworben hatten sich 80 Kontrabassisten aus aller Welt, zugelassen zur Vorrunde auf Basis eines Videos waren 64 Kandidaten. Der Wettbewerb in Ludwigslust umfasste 4 Wertungsrunden an sieben Tagen, bei dem 46 Kontrabassisten in den Wettstreit traten.

Andreas Ehelebe stammt aus Wernigerode im Harz geboren und erhielt seit seiner frühen Kindheit Klavierunterricht. Im Alter von elf Jahren begann er mit dem Kontrabass-Spiel. Er gewann mehrfach Preise beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert. Orchestererfahrung erlangte er u.a. in der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem SWR Sinfonieorchester Freiburg Baden-Baden, der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals und im Gustav Mahler Jugendorchester sowie in der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker. Beim Deutschen Musikwettbewerb wurde er mit einem Stipendium ausgezeichnet und wirkte in der Spielzeit 2016/17 in der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler mit. Ab 2013 studierte Andreas Ehelebe an der Nürnberger Musikhochschule. Er erhielt u.a. 2015 den 1. Preis beim Internationalen Bodensee- Musikwettbewerb, 2017 gewann er einen 1. Preis beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen.

Die internationale Jury setzte sich zusammen aus Jeff Bradetich, Christiane Hutcap, Christine Hoock, Hiroshi Ikematsu, Dorin Marc, Dan Styffe, Emil Tabakov und Gunars Upatnieks. Der Sperger Wettbewerb zählt zu den wichtigsten Wettbewerben für Kontrabass weltweit und findet alle zwei Jahre statt – der nächste im Sommer 2020. Schirmherren sind Thomas Hengelbrock, Gründer und Leiter der Balthasar-Neumann-Ensembles und Chef associé des Orchestre de Paris sowie Birgit Hesse, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg Vorpommern.

Johannes Matthias Sperger wurde am 23. März 1750 in Feldsberg geboren und ab 1767 in Wien zum Kontrabassisten und Komponisten ausgebildet. Ab 1777 wirkte Sperger in der Hofkapelle des Erzbischofs von Pressburg, ab 1778 war er Mitglied in der Wiener Tonkünstlersozietät, wo er mit eigenen Werken und als Solist auftrat. Nach einem Engagement in der Hofkapelle des Grafen Ludwig von Erdődy in Kohfidisch unternahm er bis 1789 Konzertreisen. Anfang April 1788 spielte er Herzog Friedrich Franz I. in Ludwigslust vor und trat ein Jahr später als erster Kontrabassist der Mecklenburgisch-Schweriner Hofkapelle in den Dienst ein. 1792 führte eine Konzertreise nach Lübeck, 1793 nach Berlin und 1801 nach Leipzig, wo er mit dem Gewandhausorchester konzertierte. 1812 starb er in Ludwigslust an Nervenfieber. Sperger komponierte mehr als 44 Sinfonien, Instrumentalkonzerte, Sonaten, Rondos und Tänze, Kantaten, Chöre und Arien.

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