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Sonntag, 8. Dezember 2019

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Laeiszhalle Hamburg, © Bruno Kussler Marques

Laeiszhalle Hamburg, © Bruno Kussler Marques unter CC BY 2.0

Schweizer Privatbank BSI hat Förderung des Progetto Martha Argerich eingestellt

Martha Argerichs Festival zieht nach Hamburg um

Lugano, . Nach dem Aus ihres Festivals "Progetto Martha Argerich" aufgrund mangelnder Finanzierung hat die argentinische Pianistin Martha Argerich einen neuen Austragungsort gefunden. Die Hamburger Symphoniker unter Intendant Daniel Kühnel haben sich bereit erklärt, in der Laeiszhalle ein neues Klassikfestival für die Hafenstadt zu etablieren. Im dessen Rahmen Ende Juni zahlreiche Konzerte statt, deren Künstler der Einladungen Argerichs folgen. Im großen und kleinen Saal der Halle versammeln sich über die Festivaltage der Pianist Daniel Barenboim, der Geiger Ivry Gitlis, Pianistin Elena Bashkirova, Bariton Thomas Hampson, Argerichs Töchter Lyda Chen und Annie Dutoit, sowie viele andere bekannte Musiker. Finanziert wird die Konzertwoche laut Kühnel durch eine Stiftung. Weder die Symphoniker noch die Kulturbehörde oder die Dachorganisation der Konzerthalle tragen dazu bei.

Seit 2002 fand Argerichs Festival "Progetto Martha Argerich" in Lugano statt, jedoch wurde der Hauptsponsor 2016 der Geldwäscherei bezichtigt. Durch den Verlust der Banklizenz verlor das Festival in der Folge die nötigen Mittel, um weiterhin stattfinden zu können.

Martha Argerich wurde am 5. Juni 1941 in Argentinien geboren. Bereits mit drei Jahren erhielt sie Unterricht bei Vicente Scaramuzza und debütierte mit acht Jahren mit einer Aufführung von Beethovens 1. Klavierkonzert. Im Jahr 1955 zog sie mit ihrer Familie nach Europa, wo sie ihr Studium bei Friedrich Gulda in Wien fortsetzte. Von 1957 bis 1964 zog sie sich aus dem Konzertbetrieb zurück, erst ihr Lehrer Stefan Askenase konnte sie wieder zu Auftritten bewegen. Bekannt wurde sie vor allem durch den Gewinn des Internationalen Chopin-Wettbewerbs 1965. Neben ihrer Tätigkeit als Solistin ist Argerich außerdem in der Förderung junger Talente und als Wettbewerbsjurorin engagiert. Seit 2004 konzentriert sie sich vor allem auf Kammermusik, zudem tritt sie seit einiger Zeit nicht mehr allein im Rahmen eines Klavierabends auf. Stattdessen arbeitet sie mit Musikern wie Nelson Freire, Gabriela Montero, Gidon Kremer, Mischa Maisky und ihrer langjährigen Duo-Partnerin Lilya Zilberstein zusammen.. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen zählt unter anderem der hochdotierte "Praemium Imperiale" 2005.

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