> > > Martha Argerichs Festival zieht nach Hamburg um
Dienstag, 21. Januar 2020

1 / 7 >

Laeiszhalle Hamburg, © Bruno Kussler Marques

Laeiszhalle Hamburg, © Bruno Kussler Marques unter CC BY 2.0

Schweizer Privatbank BSI hat Förderung des Progetto Martha Argerich eingestellt

Martha Argerichs Festival zieht nach Hamburg um

Lugano, . Nach dem Aus ihres Festivals "Progetto Martha Argerich" aufgrund mangelnder Finanzierung hat die argentinische Pianistin Martha Argerich einen neuen Austragungsort gefunden. Die Hamburger Symphoniker unter Intendant Daniel Kühnel haben sich bereit erklärt, in der Laeiszhalle ein neues Klassikfestival für die Hafenstadt zu etablieren. Im dessen Rahmen Ende Juni zahlreiche Konzerte statt, deren Künstler der Einladungen Argerichs folgen. Im großen und kleinen Saal der Halle versammeln sich über die Festivaltage der Pianist Daniel Barenboim, der Geiger Ivry Gitlis, Pianistin Elena Bashkirova, Bariton Thomas Hampson, Argerichs Töchter Lyda Chen und Annie Dutoit, sowie viele andere bekannte Musiker. Finanziert wird die Konzertwoche laut Kühnel durch eine Stiftung. Weder die Symphoniker noch die Kulturbehörde oder die Dachorganisation der Konzerthalle tragen dazu bei.

Seit 2002 fand Argerichs Festival "Progetto Martha Argerich" in Lugano statt, jedoch wurde der Hauptsponsor 2016 der Geldwäscherei bezichtigt. Durch den Verlust der Banklizenz verlor das Festival in der Folge die nötigen Mittel, um weiterhin stattfinden zu können.

Martha Argerich wurde am 5. Juni 1941 in Argentinien geboren. Bereits mit drei Jahren erhielt sie Unterricht bei Vicente Scaramuzza und debütierte mit acht Jahren mit einer Aufführung von Beethovens 1. Klavierkonzert. Im Jahr 1955 zog sie mit ihrer Familie nach Europa, wo sie ihr Studium bei Friedrich Gulda in Wien fortsetzte. Von 1957 bis 1964 zog sie sich aus dem Konzertbetrieb zurück, erst ihr Lehrer Stefan Askenase konnte sie wieder zu Auftritten bewegen. Bekannt wurde sie vor allem durch den Gewinn des Internationalen Chopin-Wettbewerbs 1965. Neben ihrer Tätigkeit als Solistin ist Argerich außerdem in der Förderung junger Talente und als Wettbewerbsjurorin engagiert. Seit 2004 konzentriert sie sich vor allem auf Kammermusik, zudem tritt sie seit einiger Zeit nicht mehr allein im Rahmen eines Klavierabends auf. Stattdessen arbeitet sie mit Musikern wie Nelson Freire, Gabriela Montero, Gidon Kremer, Mischa Maisky und ihrer langjährigen Duo-Partnerin Lilya Zilberstein zusammen.. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen zählt unter anderem der hochdotierte "Praemium Imperiale" 2005.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Theater Altenburg/Gera mit wachsenden Zuschauerzahlen
156.602 Zuschauer bei 879 Veranstaltungen (21.01.2020) Weiter...

Gewinner des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs 2020 stehen fest
Preisträger in den Kategorien Gesang und Streichquartett (21.01.2020) Weiter...

Wiener Staatsoper: Sopranistin Linda Watson zur Kammersängerin ernannt
Verleihung des Titels in Anschluss an Lohengrin-Aufführung (21.01.2020) Weiter...

Unpünktlich: Dirigent Gergiev verpasst Staatsopern-Aufführung
Michael Güttler springt für überfälligen Maestro ein (21.01.2020) Weiter...

Vladimir Ashkenazy gibt Bühnenabschied bekannt
82-jähriger Musiker beendet Karriere mit sofortiger Wirkung (21.01.2020) Weiter...

Inge-Borkh-Preis für Mezzosopranistin Diana Haller
Verleihung im Rahmen des Festivals Rossini in Wildbad (20.01.2020) Weiter...

Sopranistin Theresa Pilsl mit Emmerich Smola Förderpreis ausgezeichnet
Auch Bariton Kubheka erhält mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung (20.01.2020) Weiter...

Silbermünze zum Jubiläum der Salzburger Festspiele
Münze Österreich bringt 20-Euro-Münze heraus (20.01.2020) Weiter...

Bayreuther Festspiele: Kostenexplosion beim stillen Örtchen
Toilettengebäude wird 130.000 Euro teurer als geplant (17.01.2020) Weiter...

Bundesjugendorchester freut sich über Ehrung
Musikverleger zeichnen bestes Konzertprogramm aus (17.01.2020) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (1/2020) herunterladen (2483 KByte) Class aktuell (4/2019) herunterladen (4308 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Mieczyslaw Weinberg: Cello Concerto op.43 - Allegro

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Liv Migdal im Portrait "Man spielt mit den Ohren!"
Liv Migdal im Gespräch mit klassik.com.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich