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Donnerstag, 17. Januar 2019

Französischer Geiger entdeckt Sonate

Werk von Eugène Ysaye entdeckt

Brüssel, . Der französische Geiger Philippe Graffin hat eine bisher unentdeckte Sonate für Solovioline des belgischen Komponisten Eugène Ysaye in Brüssel uraufgeführt. Graffin entdeckte das Stück unter Papieren eines Nachlasses Ysayes im Brüsseler Konservatorium. Der Entwurf war von Ysaye fast fertig gestellt worden, nur den dritten und letzten Teil der Sonate musste Graffin selbst hinzufügen. Diese siebte Sonate des Komponisten wird nun postum in seine Werke aufgenommen.

Eugène Ysaye wurde 1958 in Lüttich geboren. Sein Vater, der Dirigent der Lütticher Oper, ließ Ysaye von Désiré Heynberg am Königlichen Konservatorium Brüssel im Geigespielen unterrichten, jedoch übernahm nach drei Jahren ab 1868 der Vater selbst den Unterricht. 1972 wurde er wieder ins Konservatoium aufgenommen und lernte dort bis 1967, bevor er nach Paris wechselte. 1878 ging er nach Deutschland, bereits ein Jahr später begann er das Benjamin Bilse-Orchester zu unterrichten, welches später zu den Berliner Philharmonikern wurde. 1882 tourte Ysaye mit dem Pianisten Anton Rubinstein durch Russland und Norwegen, danach setzte er sich drei Jahre in Paris nieder. Dort wurde er 1885 bekannt, als er bei einem Konzert des Orchesters Concerts Colonne auftrat. Bis 1894 hatte er ab dem Folgejahr eine Professur am Brüsseler Konservatorium inne. Zu Beginn des ersten Weltkrieges wanderte er nach England aus. 1918 debütierte er in Amerika und arbeitete bis 1922 als Leiter des Cincinnati Symphony Orchestra. Zurück in Belgien verlegte er seinen Schwerpunkt auf das Dirigieren, da er aufgrund von Krankheit Probleme mit dem Bewegen seiner Finger bekam. Aus dieser Arbeit entstanden acht Violinkonzerte, sechs Sonaten für Solovioline und weitere Stücke fürverschiedene Orchester.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Eugène Ysaÿe

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