> > > Werk von Eugène Ysaye entdeckt
Samstag, 18. August 2018

Französischer Geiger entdeckt Sonate

Werk von Eugène Ysaye entdeckt

Brüssel, . Der französische Geiger Philippe Graffin hat eine bisher unentdeckte Sonate für Solovioline des belgischen Komponisten Eugène Ysaye in Brüssel uraufgeführt. Graffin entdeckte das Stück unter Papieren eines Nachlasses Ysayes im Brüsseler Konservatorium. Der Entwurf war von Ysaye fast fertig gestellt worden, nur den dritten und letzten Teil der Sonate musste Graffin selbst hinzufügen. Diese siebte Sonate des Komponisten wird nun postum in seine Werke aufgenommen.

Eugène Ysaye wurde 1958 in Lüttich geboren. Sein Vater, der Dirigent der Lütticher Oper, ließ Ysaye von Désiré Heynberg am Königlichen Konservatorium Brüssel im Geigespielen unterrichten, jedoch übernahm nach drei Jahren ab 1868 der Vater selbst den Unterricht. 1972 wurde er wieder ins Konservatoium aufgenommen und lernte dort bis 1967, bevor er nach Paris wechselte. 1878 ging er nach Deutschland, bereits ein Jahr später begann er das Benjamin Bilse-Orchester zu unterrichten, welches später zu den Berliner Philharmonikern wurde. 1882 tourte Ysaye mit dem Pianisten Anton Rubinstein durch Russland und Norwegen, danach setzte er sich drei Jahre in Paris nieder. Dort wurde er 1885 bekannt, als er bei einem Konzert des Orchesters Concerts Colonne auftrat. Bis 1894 hatte er ab dem Folgejahr eine Professur am Brüsseler Konservatorium inne. Zu Beginn des ersten Weltkrieges wanderte er nach England aus. 1918 debütierte er in Amerika und arbeitete bis 1922 als Leiter des Cincinnati Symphony Orchestra. Zurück in Belgien verlegte er seinen Schwerpunkt auf das Dirigieren, da er aufgrund von Krankheit Probleme mit dem Bewegen seiner Finger bekam. Aus dieser Arbeit entstanden acht Violinkonzerte, sechs Sonaten für Solovioline und weitere Stücke fürverschiedene Orchester.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Eugène Ysaÿe

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Semperoper: Restauration des Harlekin-Vorhangs
Kosten für Restauration bei 90.000 Euro (17.08.2018) Weiter...

Gericht verlängert erneut Hausarrest für Regisseur Kirill Serebrennikow
Isolation hält bereits über ein Jahr an (17.08.2018) Weiter...

Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin zieht um
Historische Tondokumente sollen künftig im Humboldt Forum aufbewahrt werden (16.08.2018) Weiter...

Neeme Järvi Preis für Andrew Joon Choi
Auszeichnung für junge Dirigenten fand im Rahmen der Gstaad Conducting Academy statt (16.08.2018) Weiter...

Festspiele Bayreuth: Ehrung für langjährige Mitwirkende
40 Mitarbeiter aus fast allen Sparten ausgezeichnet (14.08.2018) Weiter...

Festspiele Erl: Ermittlungen wegen illegaler Beschäftigung
Anzeige durch Finanzpolizei - Behörden ermitteln (13.08.2018) Weiter...

Salzburg ehrt Ex-Intendant Ruzicka
Auszeichnung mit dem Ehrenbecher der Stadt Salzburg (10.08.2018) Weiter...

Konzert wird nach Takten verkauft
Benefizkonzert zur Krebsforschung mit Daniel Hope (09.08.2018) Weiter...

Höhere Subventionen für Filmorchester Babelsberg
Kulturstaatssekretärin und Baudezernent wollen Fortbestand durch mehr Fördermittel sichern (08.08.2018) Weiter...

Klavierbauer Steinway vor Übernahme durch China-Investor?
Traditionsunternehmen wurde erst 2013 verkauft (08.08.2018) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (7/2018) herunterladen (3001 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Johann Michael Haydn: Symphony No.20 in C major - Presto

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Christian Euler im Portrait "Melancholie ist die höchste Form des Cantabile"
Bratschist Christian Euler im Gespräch mit klassik.com über seine Lehrer, seine neueste SACD und seine künstlerische Partnerschaft zum Pianisten Paul Rivinius.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich