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Dienstag, 16. Oktober 2018

Birigt Nilsson und Nina Stemme (1996), © The Birgit Nilsson Prize

Birigt Nilsson und Nina Stemme (1996), © The Birgit Nilsson Prize

Preis ist mit einer Million US-Dollar dotiert

Birgit Nilsson Preis für Sopranistin Nina Stemme

Stockholm, . Der Birgit Nilsson-Preis wird in diesem Jahr an die schwedische Sopranistin Nina Stemme verliehen. Im Oktober wird die Sängerin bei der offiziellen Preisverleihung ihr Preisgeld in Höhe von einer Million US-Dollar (etwa 840.000 Euro) von König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia von Schweden entgegen nehmen. Stemme bedankte sich für die große Ehre, besonders da ihr Vorbild Birgit Nilsson in diesem Jahr ihren hundertsten Geburtstag gefeiert hätte.

Nina Stemme wurde am 11. Mai 1963 als Nina Maria Thöldte in Stockholm geboren. Neben ihrem Studium der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre belegte sie zunächst einen zweijährigen Kurs am Opernstudio Stockholm. Nach ihrem Operndebüt beim Tuscan Sun Festival im italienischen Cortina 1989 entschied sie sich für eine professionelle Sängerkarriere und begann ein Studium an der Opernhochschule Stockholm, das sie 1994 abschloss. Nach dem Gewinn des Operalia-Wettbewerbs 1993 trat sie an allen bedeutenden Opernhäusern der Welt in einem breiten Spektrum von Rollen aus dem dramatischen Sopranfach auf. Es folgten Debüts bei den Salzburger Festspielen 2002 und den Bayreuther Festspielen 2005/2006 in der Rolle der Isolde. Stemme ist Mitglied der Königlich-Schwedischen Musikakademie, Schwedische Hofsängerin, Österreichische Kammersängerin und Trägerin der königlichen Medaille Litteris et Artibus.

Der Birgit Nilsson Preis ist mit einer Million US-Dollar die höchstdotierte Auszeichnung im Bereich der klassischen Musik. Er wird etwa alle drei Jahre für außerordentliche Leistungen und große Verdienste im Opern- und Konzertbereich vergeben, und zwar an einen aktiven Sänger/in, einen aktiven Dirigenten/in oder an eine Institution. Gegen Ende ihrer Karriere gründete die schwedische Sängerin Birgit Nilsson eine Stiftung, die ihren Namen trägt und sich ausschließlich der Vergabe dieses Preises widmet. Birgit Nilssons große Sorge galt dem allgemeinen Verfall der kulturellen Werte, insbesondere dem Rückgang der Aufführungsstandards im Opernbereich. Mit der Gründung dieses Preises erhoffte sich Birgit Nilsson, künstlerisches Wirken zu ehren sowie Anreize und Inspiration für junge Künstler zu bieten, ihre Karriere längerfristig zu planen und mit Engagement und Ausdauer ihre Ziele zu verfolgen, um so ihr volles Potenzial erreichen zu können. Frühere Preisträger waren der Sänger Plácido Domingo (2009), der Dirigent Riccardo Muti (2011) und die Wiener Philharmoniker (2014). Den ersten Preisträger bestimmte Birgit Nilsson noch selbst, seit ihrem Tod wird der Gewinner von einem Gremium gewählt, welches sich aus Experten aus den wichtigsten Ländern aus Nilssons Karriere zusammensetzt. In diesem Jahr bestand die Jury aus dem Schweden Bengt Hall, welcher die Oper Malmö und die Königliche Oper Stockholm leitete, Eva Pasquier, ehemalige Co-Direktorin der Festspiele Bayreuth, Clemens Hellsberg, der Präsident der Wiener Philharmoniker war, Rupert Christiansen, einem britischen Opernkritiker, und Speight Jenkins, der in den USA ehemals die Oper Seattle leitete.

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