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Mittwoch, 15. August 2018

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Staatstheater Stuttgart, © Schlaier

Staatstheater Stuttgart, © Schlaier unter CC BY-SA 3.0

Oberbürgermeister Kuhn hält Standort für zu teuer

Staatsoper Stuttgart: Probleme mit Interimsspielstätte

Stuttgart, . In Stuttgart hatten Stadt und Land für die Sanierung des Staatstheaters ein altes Paketpostamt nahe des Nordbahnhofes als Interimsspielstätte vorgesehen. Ein Gutachten schätzt die Kosten für den Umbau des Postamtes nun auf 116 bis 139 Millionen Euro - mehr als doppelt so viel wie die 55 Millionen Euro, von denen bisher ausgegangen war.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen) hat sich daher gegen den Standort als Ausweichort für die Oper ausgesprochen, für eine Nutzung von nur rund fünf Jahren sei die Summe zu hoch. Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Theresia Bauer (ebenfalls Bündnis 90/Die Grünen) gab zu bedenken, dass die Sanierung des Opernhauses jedoch umgehend beginnen müsse. Mark-Oliver Hendriks, der geschäftsführende Intendant am Staatstheater, wies derweil darauf hin, dann weniger geeignete Standorte noch höhere Kosten mit sich bringen würden. Ferner hätte man bereits alle Möglichkeiten in Betracht gezogen und kein besseres Gebäude finden können.

Wie bei vielen Theatern muss in Stuttgart wegen veralteter Technik, Platzmangel und bröckelnden Fassaden renoviert werden. Der Umzug der Oper war bisher zur Spielzeit 2020/2021 angedacht, um 2023 pünktlich mit den mehreren hundert Millionen Euro teuren Sanierungsarbeiten beginnen zu können. Mit dem Konflikt um die Interimsspielstätte verzögert sich der Beginn des Umbaus bereits um ein bis zwei Jahre.

Das Opernhaus Stuttgart wurde 1912 fertiggestellt und verfügt über 1.400 Sitzplätze, was es zum größten Dreispartentheater Europas macht. Seit seiner Entstehung wurde es nur 1983 renoviert. Generalmusikdirektor ist Sylvain Cambreling, Intendant des Hauses ist Jossi Wieler.

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