> > > Deutscher Musikinstrumentenpreis für Wappenbratsche und Oboe
Freitag, 14. Dezember 2018

Wappenbratsche, © Steffen Friedel

Wappenbratsche, © Steffen Friedel

Deutscher Musikinstrumentenpreis wird in diesem Jahr für Bratsche und Oboe verliehen

Deutscher Musikinstrumentenpreis für Wappenbratsche und Oboe

Frankfurt, . Die Gewinner des diesjährigen Musikinstrumentenpreis stehen fest. In der Kategorie Bratsche wird ein Instrument von Steffen Friedel aus Dresden gekürt. Die sogenannte "Wappenbratsche" fällt durch die ungewöhnliche Gestaltung ihres Kopfes in Wappen- statt Schneckenform auf. Ebenso konnte das Instrument die testenden Musiker mit einem offenen Klang überzeugen. Die Bratsche (Korpuslänge: 415 mm) setzt sich aus hochwertiger tiroler Fichte für die Decke und bosnischem Ahorn für den Boden zusammen. Zargen und Hals entsprechen dem klassischen Geigenbau. Abrundung findet das Instrument durch eine Lackierung mit Leinöllack auf Grundlage von Dammar und Kopal.

In der Kategorie Oboe wurde die Gebrüder Mönnig Holzblasinstrumente GmbH aus Markneukirchen ausgezeichnet. Die Oboe Modell 155 AM besteht aus naturbelassenem polierten Grenadill mit vergoldeten mechaniktragenden Teilen und ist nahezu komplett mit silikonbeschichteten Korkpolstern ausgestattet. Die Stellschrauben sind alle in Nirosta ausgeführt, teilweise mit Tefloneinsatz.

Mit dem seit 1990 jährlich in zwei abwechselnden Kategorien verliehenen Musikinstrumentenpreis werden qualitativ hochwertige Instrumente von deutschen Herstellern ausgezeichnet. Der Preis dient der Anerkennung handwerklicher Qualität und soll ein Anreiz zur weiteren Steigerung der Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit sein. In dem mehrstufig organisierten Wettbewerb entscheidet zunächst eine Fachjury über die handwerkliche bzw. technische Qualität, ehe Musiker die Spielbarkeit der Instrumente beurteilen.

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