> > > Opernmäzen Alberto Vilar wieder auf freiem Fuß
Donnerstag, 17. Januar 2019

Gefängnis (Symbolbild), © TryJimmy / pixabay

Gefängnis (Symbolbild), © TryJimmy / pixabay unter CC0 1.0

Förderer kultureller Einrichtungen war wegen Betrugs und Geldwäsche zehn Jahre im Gefängnis

Opernmäzen Alberto Vilar wieder auf freiem Fuß

Fort Dix, . Der Opernmäzen und Unternehmer Alberto Vilar ist wieder auf freiem Fuß. Der in der Vergangenheit als Kultursponsor und Förderer zahlreicher kultureller Einrichtungen wirkende Mäzen und Gründer einer Vermögensverwaltung war 2008 wegen Investmentbetrugs, Geldwäsche und Urkundenfälschung zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Vilar war vorgeworfen worden, Gelder in Höhe von 16,1 Millionen Euro veruntreut zu haben. Die Haft im US-amerikanischen Fort Dix (New Jersey), die 2014 um ein Jahr verlängert wurde, endet nun nach zehn Jahren. Vilar befindet sich für die nächsten sechs Monate in einer Einrichtung zur Resozialisierung von Strafgefangenen, einer Art offenem Vollzug mit Ausgangssperre und elektronischen Fußfesseln.

Vilar hatte kulturelle Einrichtungen mit etwa 180 Millionen Euro unterstützt, unter anderem die Bayreuther Festspiele, die Metropolitan Opera New York, die Wiener Staatsoper, die Salzburger Festspiele, die Carnegie Hall, das Opera House Covent Garden und das Festspielhaus Baden-Baden. Eigener Aussage nach will Vilar nach Wiedererlangung seines Reisepasses als erstes Land nach Österreich reisen.

Alberto Vilar wurde 1940 in Kuba geboren. Er studierte Wirtschaft am Washington and Jefferson College sowie am Iona College im Staat New York. 1979 gründete er zusammen mit Gary Tanaka die Investment-Beratungfirma Amerindo Investment Advisers mit Sitz in San Francisco und New York sowie mit Büros in London. Vilar wurde vor allem als Opernmäzen bekannt. So unterstützte er unter anderem die Bayreuther und die Salzburger Festspiele sowie das Festspielhaus Baden-Baden, die Metropolitan Opera in New York und das Royal Opera House Covent Garden in London.

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