> > > Heine-Institut Düsseldorf kauft Briefe von Heinrich Heine an Hector Berlioz
Sonntag, 23. September 2018

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Kosten der beiden Dokumente liegen bei 26.500 Euro

Heine-Institut Düsseldorf kauft Briefe von Heinrich Heine an Hector Berlioz

Düsseldorf, . Das Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf hat bei einer Pariser Auktion zwei Briefe des Dichters Heinrich Heine an den befreundeten Komponisten Hector Berlioz ersteigert. Der Preis der beiden bisher unbekannten Dokumente lag bei 26.500 Euro; die Kosten werden vom Institut sowie der Heinrich-Heine-Gesellschaft übernommen.

Die auf Französisch verfassten Briefe geben Zeugnis von Heines fortschreitender Krankheit. Sie werden auf Juli 1848 und August 1855 datiert. Der bettlägerige Heine bat Berlioz unter anderem, ihn in Paris zu besuchen. Nur wenige Briefe aus dieser Freundschaft sind bisher bekannt: 1977 erwarb das Heinrich-Heine-Institut seinen letzten, ein weiterer liegt in der Pariser Bibliothèque Nationale. Diese bedeutenden Briefe vergrößern die Düsseldorfer Sammlung, welche mit etwa 70 Prozent aller bekannten Originalhandschriften die weltweit größte ist. Ab Mitte April sollen sie öffentlich gezeigt werden.

Der Komponist Louis Hector Berlioz wurde am 11. Dezember 1803 im französischen La Côte-St-André geboren. Nachdem er zunächst Medizin studiert hatte, wechselte er 1826 an das Pariser Konservatorium, wo er unter anderem von Anton Reicha unterrichtet wurde. 1830 erhielt er für seine Kantate "La dernière nuit de Sardanapale" den Rom-Preis. Im gleichen Jahr schuf er sein bekanntes Werk, die "Symphonie fantastique". Obwohl Berlioz mit seinen Kompositionen in Deutschland, Russland und Österreich Erfolge feierte, wurde sein Werk im Heimatland Frankreich lange verkannt. Bis zu seinem Tode war er in Paris als Bibliothekar, Musikkritiker (die längste Zeit für das "Journal des Débats") und Buchautor tätig, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Berlioz' kompositorisches Schaffen umfasst Opern, Chor-, Orchester- und geistliche Werke. Berlioz starb am 8. März 1869 in Paris.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Hector Berlioz

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