> > > Heine-Institut Düsseldorf kauft Briefe von Heinrich Heine an Hector Berlioz
Dienstag, 11. Dezember 2018

, ©

, ©

Kosten der beiden Dokumente liegen bei 26.500 Euro

Heine-Institut Düsseldorf kauft Briefe von Heinrich Heine an Hector Berlioz

Düsseldorf, . Das Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf hat bei einer Pariser Auktion zwei Briefe des Dichters Heinrich Heine an den befreundeten Komponisten Hector Berlioz ersteigert. Der Preis der beiden bisher unbekannten Dokumente lag bei 26.500 Euro; die Kosten werden vom Institut sowie der Heinrich-Heine-Gesellschaft übernommen.

Die auf Französisch verfassten Briefe geben Zeugnis von Heines fortschreitender Krankheit. Sie werden auf Juli 1848 und August 1855 datiert. Der bettlägerige Heine bat Berlioz unter anderem, ihn in Paris zu besuchen. Nur wenige Briefe aus dieser Freundschaft sind bisher bekannt: 1977 erwarb das Heinrich-Heine-Institut seinen letzten, ein weiterer liegt in der Pariser Bibliothèque Nationale. Diese bedeutenden Briefe vergrößern die Düsseldorfer Sammlung, welche mit etwa 70 Prozent aller bekannten Originalhandschriften die weltweit größte ist. Ab Mitte April sollen sie öffentlich gezeigt werden.

Der Komponist Louis Hector Berlioz wurde am 11. Dezember 1803 im französischen La Côte-St-André geboren. Nachdem er zunächst Medizin studiert hatte, wechselte er 1826 an das Pariser Konservatorium, wo er unter anderem von Anton Reicha unterrichtet wurde. 1830 erhielt er für seine Kantate "La dernière nuit de Sardanapale" den Rom-Preis. Im gleichen Jahr schuf er sein bekanntes Werk, die "Symphonie fantastique". Obwohl Berlioz mit seinen Kompositionen in Deutschland, Russland und Österreich Erfolge feierte, wurde sein Werk im Heimatland Frankreich lange verkannt. Bis zu seinem Tode war er in Paris als Bibliothekar, Musikkritiker (die längste Zeit für das "Journal des Débats") und Buchautor tätig, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Berlioz' kompositorisches Schaffen umfasst Opern, Chor-, Orchester- und geistliche Werke. Berlioz starb am 8. März 1869 in Paris.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Hector Berlioz

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Land Oberösterreich übernimmt Kosten nach Ausstieg aus Linzer Theatervertrag
Landestheater ohne finanzielle Ausfälle (10.12.2018) Weiter...

Demonstranten protestieren bei Saisoneröffnung der Mailänder Scala
Linke Aktivisten zünden Rauchbomben und kritisieren Innenminister Salvini (10.12.2018) Weiter...

Oper Frankfurt: Bürger-Stiftung will Neubau finanziell unterstützen
Neuer Standort für Opernhaus ist in Planung (10.12.2018) Weiter...

Blasphemie-Vorwürfe an Mailänder Scala
Bürgermeister fordert Streichung einer Szene (07.12.2018) Weiter...

Sopranistin Anna Netrebko auf ukrainischer 'Staatsfeinde'-Liste
Ex-Staatsoperndirektor Ioan Holender ebenfalls mit auf der Liste (07.12.2018) Weiter...

Stadt Linz steigt aus Theatervertrag aus
Theater reagiert enttäuscht (07.12.2018) Weiter...

Neue Verträge zur Finanzierung der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie vorgelegt
Fördersumme von 1,2 Millionen Euro wird von Land und Kreis jährlich gesteigert (06.12.2018) Weiter...

NRW fördert Theater und Orchester mit 25 Millionen Euro
Programm soll kommunale Einrichtungen bis 2022 unterstützen (06.12.2018) Weiter...

Festival Wien Modern 2018 mit Besucherrekord
Fast 31.500 Gäste besuchten die angebotenen Veranstaltungen (06.12.2018) Weiter...

Esa-Pekka Salonen wird Chef des San Francisco Symphony Orchestra
Vertrag in London läuft noch bis 2021 (06.12.2018) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (11/12 2018) herunterladen (4200 KByte) Class aktuell (4/2018) herunterladen (2986 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Franz Lehár: Kaiserin Josephine - Ich heiße Sie alle ganz herzlich willkommen!

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

 4442 im Portrait Musik ohne Grenzen
Programme abseits der Konventionen beim Festival Printemps des Arts de Monte-Carlo

weiter...
Alle Interviews...


Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich