> > > Heine-Institut Düsseldorf kauft Briefe von Heinrich Heine an Hector Berlioz
Donnerstag, 21. Juni 2018

, ©

, ©

Kosten der beiden Dokumente liegen bei 26.500 Euro

Heine-Institut Düsseldorf kauft Briefe von Heinrich Heine an Hector Berlioz

Düsseldorf, . Das Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf hat bei einer Pariser Auktion zwei Briefe des Dichters Heinrich Heine an den befreundeten Komponisten Hector Berlioz ersteigert. Der Preis der beiden bisher unbekannten Dokumente lag bei 26.500 Euro; die Kosten werden vom Institut sowie der Heinrich-Heine-Gesellschaft übernommen.

Die auf Französisch verfassten Briefe geben Zeugnis von Heines fortschreitender Krankheit. Sie werden auf Juli 1848 und August 1855 datiert. Der bettlägerige Heine bat Berlioz unter anderem, ihn in Paris zu besuchen. Nur wenige Briefe aus dieser Freundschaft sind bisher bekannt: 1977 erwarb das Heinrich-Heine-Institut seinen letzten, ein weiterer liegt in der Pariser Bibliothèque Nationale. Diese bedeutenden Briefe vergrößern die Düsseldorfer Sammlung, welche mit etwa 70 Prozent aller bekannten Originalhandschriften die weltweit größte ist. Ab Mitte April sollen sie öffentlich gezeigt werden.

Der Komponist Louis Hector Berlioz wurde am 11. Dezember 1803 im französischen La Côte-St-André geboren. Nachdem er zunächst Medizin studiert hatte, wechselte er 1826 an das Pariser Konservatorium, wo er unter anderem von Anton Reicha unterrichtet wurde. 1830 erhielt er für seine Kantate "La dernière nuit de Sardanapale" den Rom-Preis. Im gleichen Jahr schuf er sein bekanntes Werk, die "Symphonie fantastique". Obwohl Berlioz mit seinen Kompositionen in Deutschland, Russland und Österreich Erfolge feierte, wurde sein Werk im Heimatland Frankreich lange verkannt. Bis zu seinem Tode war er in Paris als Bibliothekar, Musikkritiker (die längste Zeit für das "Journal des Débats") und Buchautor tätig, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Berlioz' kompositorisches Schaffen umfasst Opern, Chor-, Orchester- und geistliche Werke. Berlioz starb am 8. März 1869 in Paris.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Hector Berlioz

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Österreichischer Musiktheaterpreis für Kurt Rydl
Preis erstmals in Graz verliehen (21.06.2018) Weiter...

CDU: Oper Stuttgart soll ins Festspielhaus Baden-Baden ausweichen
Festspielhaus Baden-Baden (21.06.2018) Weiter...

Preis des Klavier-Festivals Ruhr für Pianistin Elena Bashkirova
Stipendium darf an jungen Künstler nach Wahl des Preisträgern vergeben werden (21.06.2018) Weiter...

Hans Peter Kammerer und Benedikt Kobel zum österreichischen Kammersänger ernannt
Wiener Staatsoper ehrt langjährige Ensemblemitglieder (20.06.2018) Weiter...

Bonner Beethovenhalle: Sanierung ein Fass ohne Boden?
Weitere Mehrkosten bei der Sanierung (20.06.2018) Weiter...

Paris: Opern-Manuskript von Mozart kommt unter den Hammer
Schätzwert liegt bei 500.000 Euro (19.06.2018) Weiter...

Förderpreis für Bariton Äneas Humm
Auszeichnung wird im Rahmen des Musikfestes Bremen verliehen (19.06.2018) Weiter...

Dirigent Gennadi Roszhdestvensky ist tot
Künstler wurde 87 Jahre alt (18.06.2018) Weiter...

Bachfest Leipzig 2018 mit Besucherrekord
79.000 Gäste reisten zum Festival an (18.06.2018) Weiter...

Goethe-Medaille für Dirigent Peter Eötvös
Auszeichnung würdigt Beitrag zur europäischen Musikkultur (15.06.2018) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (6/2018) herunterladen (2361 KByte) Class aktuell (2/2018) herunterladen (3463 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Franz Lachner: Catharina Cornaro - Ouvertüre

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Christian Euler im Portrait "Melancholie ist die höchste Form des Cantabile"
Bratschist Christian Euler im Gespräch mit klassik.com über seine Lehrer, seine neueste SACD und seine künstlerische Partnerschaft zum Pianisten Paul Rivinius.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich