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Donnerstag, 19. Juli 2018

Impulse transformieren musikalisches Erlebnis in andere Reize

Klangjacke für hörbehinderte Menschen

Hamburg, .

Eine neue Entwicklung soll Konzerterlebnisse künftig auch für Gehörlose möglich machen. Beim sogenannten "Sound Shirt“ handelt es sich um eine hautenge Jacke aus Kunstfaser. Mehrere eingebaute Mikrofone sollen die von Musikern gespielten Töne empfangen und durch eine spezielle Software in Vibrationen umwandeln. Zahlreiche Feinmotoren und Leuchtdioden geben dann die Musik deutlich spür- und sehbar an den Träger wieder. So spüre man beispielsweise Geigen auf der Brust und Pauken am Bauch. Entwickelt wurde das Kleidungsstück von einer Hamburger Werbeagentur und der in London ansässigen Modefirma CuteCircuit.

Bereits seit anderthalb Jahren befindet sich ein Prototyp bei den Jungen Symphonikern Hamburg. Hier wurde die Klangjacke bereits an Testpersonen ausprobiert, die sich Tschaikowskys „Nussknacker“ ansehen und erspüren durften. Nach dem Konzertbesuch zeigten sie sich begeistert.

Ob das visuelle Erlebnis nun jedoch ausschlaggebend dazu beitrug, die Vibrationen der Jacke richtig einordnen zu können, ist noch unklar. Auch wurde noch nicht getestet, ob sich unterschiedliche Musikrichtungen mit dem "Sound Shirt“ unterscheiden ließen. Zudem wünschten sich die gehörlosen Testpersonen feinere Unterscheidungen zwischen hohen und tiefen Tönen. Insgesamt zeigte sich die Klangjacke trotzdem als positive Entwicklung. Eine Sprecherin der Jungen Symphoniker Hamburg wünscht sich für die Zukunft weitere Modelle, die das Orchester gehörlosen Gästen zur Verfügung stellen könnte. Noch steht die Finanzierung der Weiterentwicklung jedoch offen.

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