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Sonntag, 23. September 2018

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Clara Iannotta, © Manu Theobald

Clara Iannotta, © Manu Theobald

Auszeichnungen sind mit jeweils 35.000 Euro dotiert

Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung für drei junge Komponisten

München, . Die Komponisten-Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung gehen in diesem Jahr an die italienische Komponistin Clara Iannotta, Timothy McCormack aus den USA sowie den Katalanen Oriol Saladrigues. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 35.000 Euro dotiert; darüber hinaus erhalten die Preisträger die Möglichkeit, eine Porträt-CD ihres Schaffens nach eigenen Vorstellungen zusammenzustellen.

Clara Iannotta wurde 1983 in Rom geboren und studierte am Conservatorio Santa Cecilia in Rom Flöte und Komposition. Weitere Studien führten sienach Mailand, ans Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique (IRCAM) und das Conservatoire National Supérieur in Paris sowie an der Harvard-Universität. Iannotta erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, darunter "Movin Up" in Italien und am Centre International Nadia et Lili Boulanger in Frankreich. Sie war Composer in Residence im Künstlerdorf Schöppingen. Seit 2014 leitet sie die Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik. Ihre Werke wurden vom Quatuor Diotima, dem Trio Catch, dem Ensemble 2e2m, dem Münchner Kammerorchester, dem Aditti Quartett sowie dem Ensemble Intercontemporain aufgeführt.

Timothy McCormack studierte Komposition an der University of Huddersfield sowie am Oberlin Conservatory of Music. Seine Studien beendet er als PhD an der Harvard University. Zudem studierte er zeitgenössischen Tanz und arbeitete mit Choreographen wie William Forsythe oder Christopher Roman zusammen. Er war Teilnehmer bei der Schloss Solitude Sommerakademie sowie bei den Tzlil Meudcan Summer Courses. Er präsentierte eigene Werke unter anderem an der Wesleyan University, an der Hochschule für Musik Freiburg sowie an der UdK Berlin und fungierte zwischen 2014 udn 2017 als Leiter der Harvard Group for New Music. Sein Schaffen, das unter anderem durch ein John Green Fellowship gefördert wurde, erhielt mehrere Auszeichnungen, unter anderem mit dem George Arthur Knight Prize.

Oriol Saladrigues, 1975 in Barcelona geboren, schloss neben dem Kompositions- und Klavierstudium ein naturwissenschaftliches Studium im Fach Chemietechnik ab. Seine Ausbildung und ein weiterer Abschluss im Fach Musikwissenschaft an der Université de Paris wurde von der Stiftung LaCaixa gefördert. Seine Studien setzte er an der Hochschule für Musik in Genf fort und arbeitete mit dem IRCAM in Paris zusammen. Seine Werke wurden in mehreren Ländern Europas und Südamerikas von verschiedenen Ensembles aufgeführt, etwa vom Ensemble l'Itinéraire, dem Xenia Ensemble, Ensemble Vortex, Ensemble Density' 93 oder Ensemble Contrechamps.

Neben dem Ernst von Siemens Musikpreis, der seit 1973 von der Schweizer Ernst von Siemens Musikstiftung vergeben wird, sind die Förderpreise wesentlicher Teil der Förderung im Bereich zeitgenössischer Musik. Die Stiftung vergibt in diesem Jahr erstmals insgesamt 3,5 Millionen Euro an Fördergeldern. Gefördert werden damit weltweit rund 130 Projekte im zeitgenössischen Musikbereich. Der größte Anteil der Förderung entfällt auf Kompositionsaufträge, aber auch Festivals, Konzerte, Kinder- und Jugendprojekte sowie Publikationen werden mit Fördergeldern bedacht. Die Dotierung des Hauptpreises, der in diesem Jahr an den Pianisten Pierre-Laurent Aimard verliehen wurde, liegt bei 250.000 Euro, während die Komponisten-Förderpreisträger jeweils 35.000 Euro sowie die Produktion einer Porträt-CD erhalten.

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