> > > Belästigungsvorwürfe gegen früheren New Yorker Ballettchef entkräftet
Montag, 17. Dezember 2018

Zweimonatige Untersuchung der Anschuldigungen früherer Ballettmitglieder brachte keine Erhärtung

Belästigungsvorwürfe gegen früheren New Yorker Ballettchef entkräftet

New York, . Die Vorwürfe sexueller Belästigung und körperlicher Übergriffe, die gegen Peter Martins, den früheren Chef des New York City Ballet und Leiter der School of American Ballet, erhoben wurden (klassik.com berichtete), haben sich nach zweimonatiger unabhängiger Untersuchung nicht erhärtet. Die Vorwürfe wurden von früheren Mitgliedern des Balletts sowie der Ballettschule erhoben. Im vergangenen Monat hat Peter Martins aufgrund der Anschuldigungen seine Tätigkeit als Leiter des New York City Ballet niedergelegt, um Schaden von der Ballettinstitution abzuwenden.

Im Rahmen der erheblichen Unruhe um Peter Martins hat das Ballett neue Verhaltensregeln erlassen, die den Ballettmitgliedern ermöglichen sollen, ihrer Tätigkeit sicher nachzugehen und ihre Meinung in künstlerischen Belangen offen zu äußern. Das Ergebnis der Untersuchung hat bei jenen, die Anschuldigungen gegen Martins führten, zu Unverständnis. Dem Argument der Untersuchungsleiter, es hätten keine Zeugen für die angeblichen Taten gefunden werden können, konnten die angeblichen Opfer Martins nicht folgen. Ihrer Meinung nach sei die Untersuchung schlecht und oberflächlich durchgeführt worden.

Peter Martins, Jahrgang 1946, wurde in Kopenhagen geboren. Er wurde am Royal Danish Ballet ausgebildet, war Mitglied der Balett-Compagnie und nahm 1967 Solorollen wahr. 1970 wechselte Martins in die USA zum New York City Ballet. 1983 beendete er seine aktive Tänzerkarriere und wirkte zunächst als Ko-Direktor des Balletts. 1990 übernahm er die Leitung des New York City Ballet.

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