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Donnerstag, 21. Juni 2018

Auszeichnung der israelischen Wolf Foundation für den ungarischen Dirigenten

Wolf Preis für Dirigent Adam Fischer

Jerusalem, . Der ungarische Dirigent Adam Fischer erhält in diesem Jahr den von der israelischen Wolf Foundation vergebenen gleichnamigen Wolf Preis. Die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung dient der Würdigung von Fischers außergewöhnlicher Lebensleistung als Dirigent sowie seines gesellschaftspolitischen Engagements als wortgewaltiger Mahner in Bezug auf Menschenrechte. Die Preisverleihung der Auszeichnung, die Adam Fischer zusammen mit dem ebenfalls geehrten Musiker Paul McCarney in Empfang nehmen wird, findet Ende Mai in Jerusalem statt.

Adam Fischer wurde am 9. September 1949 in Budapest geboren. Er begann ein Studium in den Fächern Komposition und Dirigieren in Budapest und führte es bei Hans Swarowsky in Wien fort. 1973 ging er aus dem Cantelli-Wettbewerb in Mailand als Sieger hervor und wurde Korrepetitor an der Oper Graz. Ehe er Generalmusikdirektor am Theater Freiburg wurde, wirkte er als Erster Kapellmeister an Opernhäusern in Helsinki, Karlsruhe und München. Zwischen 1987 und 1992 war er Generalmusikdirektor des Staatstheaters Kassel, ehe er 2000 für fünf Jahre in gleicher Funktion ans Nationaltheater Mannheim wechselte. Daneben leitete er seit 1998 das Ende 2014 aufgelöste Danish National Chamber Orchestra und war lange Jahre Generalmusikdirektor der Ungarischen Staatsoper. Er gastierte an zahlreichen internationalen Opernhäusern und wurde von mehreren Klangkörpern als Gastdirigent eingeladen. Bekanntheit erlangte er nicht zuletzt durch eine Gesamteinspielung der Sinfonien von Joseph Haydn. Bei dem diskographischen Großprojekt kam die von ihm gegründete Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie zum Einsatz. Auch seine Bartok-Aufnahmen sowie die Gesamteinspielung der Sinfonien von Wolfgang Amadeus Mozart erregten international Aufsehen.

Der Wolf Preis wird seit 1978 jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise gesellschaftlich engagiert haben und sich durch humanitäres Engagement ausgezeichnet haben. Den Wolf Preis erhielten unter anderen auch Jessey Norman, Murray Perahia, Giya Kancheli, György Ligeti, Luciano Berio, Claudio Abbado und Zubin Mehta.

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