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Sonntag, 24. März 2019

Prägender Erneurer der Bühnenkunst wurde 87 Jahre alt

Bühnenbildner und Regisseur Wilfried Minks gestorben

Berlin, . Der Bühnenbildner und Regisseur Wilfried Minks ist tot. Er starb wenige Tage vor seinem 88. Geburtstag in Berlin. Minks hat sich durch zahlreiche technische und künstlerische Neuerungen auf Theaterbühnen den Ruf erworben, als Erfinder des modernen Bühnenbildes zu gelten. Er übersetzte Kunstformen des 20. Jahrhunderts auf die Bühne, insbesondere Elemente der Pop Art sowie technische Elemente, mit denen er realistische Illusionen schuf. Vor allem seine Bühnenbilder, die im Rahmen der intensiven Zusammenarbeit mit dem Theater Bremen entstanden sind, wurden als "Bremer Stil" zu einem stehenden Begriff. Minks gilt wie kein zweiter Bühnenbildner der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Wegbereiter einer ästhetischen Erneuerung auf deutschen Bühnen, die mit der Etablierung des sogenannten Regietheaters aufs Engste verknüpft war.

Wilfried Minks wurde 1930 im böhmischen Binai geboren. Nach der Flucht Ende des Zweiten Weltkriegs studierte er zunächst in Leipzig Kunstgewerbe, ehe er sein Studium an der Berliner Akademie der Bildenden Künste fortsetzte. Er war ab 1959 zunächst am Theater Ulm engagiert und wechselte dann nach Bremen. Nach prägender Zusammenarbeit mit Peter Zadek, Kurt Hübner, Peter Palitzsch, Peter Stein, daneben auch mit Rainer Werner Fassbinder realisierte er ab den 1970er Jahren auch eigene Inszenierungen, unter anderem am Thalia Theater, an der Berliner Schaubühne, darüber hinaus auch in Wien, Bochum und Frankfurt. Von Kollegen wurde er als Multitalent gewürdigt, offizielle Würdigungen erfolgten etwa mit dem Theaterpreis "Der Faust" oder auch der Mitgliedschaft in der Berliner Akademie der Künste. 

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