> > > Berliner Senat plant Offenlegung von Intendanten-Bezügen
Samstag, 24. Februar 2018

Stadtansicht Berlin, © jiriposival0 / pixabay

Stadtansicht Berlin, © jiriposival0 / pixabay unter CC0 Creative Commons

Verbindliche Regelung durch die Kulturverwaltung soll Rechtssicherheit schaffen

Berliner Senat plant Offenlegung von Intendanten-Bezügen

Berlin, . Der Berliner Senat plant laut Bericht der Berliner Zeitung eine Offenlegung der Bezüge von Spitzenpositionen im Kulturbereich. Anlass der Gehälter-Veröffentlichung ist eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Daniel Wesener, deren Antwort durch Kulturstaatssekretär Torsten Wöhlert laut Berliner Zeitung eine gesetzliche Regelung in Aussicht stellt. Wöhlert zufolge soll eine am positiven Beispiel Schleswig-Holstein orientierte verbindliche Regelung durch die Kulturverwaltung Rechtssicherheit schaffen. Mit dieser Regelung werde eine im rot-rot-grünen Koalitionsvertrag festgehaltene Vereinbarung erfüllt; diese besagt, dass in gleicher Weise wie bei anderen Landesbetrieben auch Kulturinstitutionen die Gehälter ihrer Spitzenpositionen offenzulegen hätten. Die Offenlegung der Gehälter ist in Berlin umstritten. So wendet sich etwa die oppositionelle FDP gegen die Veröffentlichung der Bezüge; laut deren kulturpolitischem Sprecher sei aufgrund der internationalen Konkurrenz um Spitzenkräfte eine Anpassung der Gehälter nach oben zu erwarten, was für die Stadt zusätzliche Kosten entstehen lasse.

Bislang gibt es nur vereinzelt Informationen über die Höhe der Bezüge von Intendanten und anderen Spitzenpositionen in Kulturbetrieben. Eigener Aussage zufolge soll Claus Peymann als Intendant des Berliner Ensembles vor einigen Jahren rund 200.000 Euro pro Jahr verdient haben. Dem Bericht der Berliner Zeitung zufolge liege er damit im Mittelfeld; die Bezüge des Bonner Stadttheater-Intendanten lägen bei 320.000 Euro jährlich, der Intendant des Frankfurter Schauspiels käme ohne die Vergütung eigener Inszenierungen auf 230.000 Euro pro Jahr.

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