> > > Flotter Spruch mit Folgen: Metropolitan Opera setzt Regisseur vor die Tür
Samstag, 19. Januar 2019

Metropolitan Opera New York, © Lydia Liu

Metropolitan Opera New York, © Lydia Liu unter CC BY 2.0

Chormitglied hatte sich über anzügliche Bemerkung bei den Proben beschwert

Flotter Spruch mit Folgen: Metropolitan Opera setzt Regisseur vor die Tür

New York, . Die Metropolitan Opera in New York hat den britischen Regisseur John Copley vor die Tür gesetzt. Copley arbeitete mit dem Opernhaus jüngst an einer Wiederaufnahme seiner Inszenierung der Oper "Semiramide" von Gioachino Rossini zusammen. Ein Mitglied des Opernchors hatte sich bei der Leitung der Oper beschwert, dass Copley während der Proben eine anzügliche  Bemerkung gemacht habe. Das durch die Causa Levine sensibilisierte Opernhaus hat wegen seines Verhaltens daraufhin die Zusammenarbeit mit dem 84-jährigen Dirigenten mit sofortiger Wirkung beendet.

John Michael Harold Copley, Jahrgang 1933, wurde in Birmingham geboren. Zunächst als Schauspieler wirkend wurde er 1953 an Sadler's Wells Spielleiter, 1972 wechselte er als Hausregisseur ans Londoner Royal Opera House Covent Garden. Daneben realisierte er an zahlreichen internationalen Opernhäusern Inszenierungen, etwa in den USA, Kanada, Australien, Griechenland, Deutschland, Belgien, Schweden, der Schweiz und den Niederlanden. Für seine Verdienste erhielt er mehrere Auszeichnungen, etwa die Ernennung zum "Commander of the Most Excellent Order of the British Empire" (CBE).

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Gioacchino Rossini

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Bisherige Kommentare:

  1. Haben die keine Vorstände?
    Ich arbeite selber an einem Opernhaus. Flotte Sprüche kommen schon mal vor. Aber das ein einzelnes Chormitglied anstatt sich erstmal an den Chorvorstand zu wenden direkt zur Intendanz rennt, geht mal gar nicht. Schon gar nicht wenn es sich um ein simples Missverständniss handelt, dass der Chorvorstand, der ja bei der Probe anwesend war, selber hätte ausräumen können.
    Farlis, 02.02.2018, 17:37 Uhr
  2. Chormitglieder machen "Verbalentgleisung" publik
    Nach Informationen des britischen Klassik-Blogs Slipped Disc habe Copleys Ausspruch vor folgendem Hintergrund stattgefunden: In einer Szene der Rossini-Oper "Semiramide" sollten Chormitglieder verschiedene Reaktionen auf den Geist von Assur entwickeln. Copley habe in Bezug auf den abwesenden Sänger des Assur gesagt, wenn es nach ihm ginge, würde er ihn sich nackt vorstellen. Ein Chormitglied habe, so wird berichtet, dies aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten auf sich bezogen und sich bei der Leitung der MET beschwert, woraufhin die Zusammenarbeit mit dem Regisseur John Copley sofort eingestellt worden ist. Copley erhielt dem britischen Blog zufolge Solidaritätsbekundungen von Chormitgliedern, die seinen Rauswurf bedauern.
    Redaktion, 02.02.2018, 08:27 Uhr

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