> > > Vorwürfe gegen Regisseur Kirill Serebrennikow werden ausgeweitet
Samstag, 19. Januar 2019

Russischer Regisseur soll laut Behördenangaben fast doppelt so viel Geld veruntreut haben

Vorwürfe gegen Regisseur Kirill Serebrennikow werden ausgeweitet

Moskau, . Die russischen Behörden haben die Summe, deren Veruntreuung sie dem Regisseur Kirill Serebrennikow vorwerfen, fast verdoppelt. Nach jüngsten Angaben liege die Summe veruntreuter Fördergelder bei rund 130 Millionen Rubel (knapp 2 Millionen Euro). Zudem wurde der zuletzt durch Gerichtsentscheidungen mehrfach bekräftigte Hausarrest, der seit August 2017 besteht, für den russischen Regisseur um drei Monate verlängert; er dauert nach derzeitigem Stand bis Mitte April.

Bislang warfen Ermittler Serebrennikow vor, umgerechnet rund eine Million Euro unterschlagen zu haben (klassik.com berichtete), die jetzige Erhöhung kommt durch die Einrechnung von Gehältern und Sachausgaben zustande. Zudem gehen russische Polizeibehörden dem Vorwurf nach, Serebrennikow soll das "7. Studio" gegründet haben, um Fördergelder in Höhe von umgerechnet 2,84 Millionen Euro zu erhalten. Eine ehemalige Buchhalterin belastet Serebrennikow schwer. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.

Zahlreiche Unterstützer sind der Meinung, Serebrennikow sei unschuldig und sehen die Untersuchungen gegen den russischen Regisseur als politisch motiviert an. Demgegenüber hat der Kulturminister Wladimir Medinski zwischenzeitlich Serebrennikow neben den bislang untersuchten Vorwürfen der persönlichen Bereicherung bezichtigt.

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