> > > Hamburger Steuerzahlerbund fordert weiterhin freien Eintritt für Elbphilharmonie-Plaza
Mittwoch, 17. Oktober 2018

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Elbphilharmonie, © Alexander Svensson

Elbphilharmonie, © Alexander Svensson unter CC BY 2.0

Verband beleuchtet positive Bilanz des von ihm als Steuerzahlerphilharmonie benannten Konzerthauses

Hamburger Steuerzahlerbund fordert weiterhin freien Eintritt für Elbphilharmonie-Plaza

Hamburg, . Der Hamburger Steuerzahlerbund plädiert dafür, dass der Zugang zur Plaza der Elbphilharmonie weiterhin kostenlos bleibt. Der Verband widerspricht damit Plänen, die Elbphilharmonie-Plaza nur noch gegen ein Eintrittsgeld zugänglich zu machen. "Da durch die stets ausverkauften Veranstaltungen des Konzerthauses viele Menschen nicht die Chance haben, die Elbphilharmonie in Gänze zu erleben, sollte der Zugang zur Plaza zunächst kostenfrei bleiben", so der Vorsitzende des Hamburger Steuerzahlerbundes.

Darüber hinaus wirft der Steuerzahlerbund die vor wenigen Tagen öffentlich gemachte positive Bilanz der Elbphilharmonie (klassik.com berichtete) ein anderes Licht, als dies die Hamburger Kulturpolitik tat. Laut Steuerzahlerbund sei es aufgrund der jährlichen Zuschüsse nicht überraschend, dass das von ihm als Steuerzahlerphilharmonie apostrophierte Konzerthaus mit einem Überschuss von mehreren Hunderttausend Euro abschließe. "Bei städtischen Zuschüssen in Millionenhöhe ist dies nicht die ganz große Kunst", so der Vorsitzende des Steuerzahlerbunds. "Von den Zinszahlungen für die Errichtung des Gebäudes, die die Stadt noch viele Jahre wird stemmen müssen, ganz zu schweigen."

Die Hamburger Elbphilharmonie war Anfang Januar 2017 eröffnet worden. Die Bauarbeiten der Elbphilharmonie wurden seit Jahren von zahlreichen Querelen begleitet und in deren Folge zum Teil komplett unterbrochen. Zudem erhöhten sich die Kosten, die von der Stadt ursprünglich mit 77 Millionen Euro veranschlagt worden waren, auf rund 790 Millionen Euro. Fragen der Verantwortlichkeit für die Kostenexplosion wurden vor einem von der Hamburgischen Bürgerschaft eingesetzten Untersuchungsausschuss verhandelt, gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen der Baufirma und der Stadt verzögerten den Bau mehrmals. Der große Konzertsaal bietet Platz für 2.100 Zuschauer, der kleine Saal hat 550 Plätze, das Kaistudio fasst 170 Besucher. Der Konzertsaal weist eine weinbergartige Anlage (ähnlich der Berliner Philharmonie) auf und ist mit einer sogenannten "Weißen Haut" ausgekleidet. Die sogenannten Plaza, die kostenlos zugängliche Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, wurde bislang von mehr als 3 Millionen Menschen besucht. Das Besucheraufkommen lag bislang bei täglich bis zu 16.000 Menschen.

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