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Sonntag, 22. Juli 2018

Für die Schubert-Forschung im 20. Jahrhundert bedeutsamer Musikwissenschaftler wurde 86 Jahre alt

Schubert-Koryphäe Walther Dürr gestorben

Tübingen, . Der Musikwissenschaftler Walther Dürr ist tot. Er starb am vergangenen Wochenende im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Lungenembolie. Dürr galt als Koryphäe in Bezug auf das Werk Franz Schuberts und hat der Forschung im 20. Jahrhundert wesentliche Impulse verliehen. Neben seinen zahlreichen auch international weithin rezipierten Forschungsbeiträgen trug Dürr als Wegbegleiter von Festivals wie der Schubertiade Hohenems seine fachliche Expertise auch in den Bereich des praktischen Musiklebens. Der Herausgeber der Neuen Schubert-Ausgabe und Mitglied der Editionsleitung war seit 1997 im Ruhestand, bereicherte die Forschung jedoch weiterhin mit seiner umfassenden Schubert-Expertise.

Walther Dürr wurde 1932 in Berlin geboren. Er studierte zunächst in Berlin Musikwissenschaft, in Tübingen ergänzt durch Germanistik und Romanistik. 1956 schloss er sein Studium in Tübingen mit der Promotion ab. Er wirkte zwischen 1957 und 1962 als Lektor für deutsche Sprache und Literatur in Bologna, wo er auch einen Lehrauftrag für Musikgeschichte hatte. Nach Tübingen zurückgekehrt war er zunächst Assistent und Lektor am Akademischen Auslandsamt und wechselte 1965 als geschäftsführendes Mitglied zur Neuen Schubert-Ausgabe in Tübingen. Zeitweise wirkte er darüber hinaus als Lehrbeauftragter an den Universitäten Stuttgart, Freiburg sowie an der Musikhochschule Trossingen. Er wurde 1977 Honorarprofessor in Tübingen.

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