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Mittwoch, 17. Oktober 2018

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Elbphilharmonie Hamburg, © Sarahhoa

Elbphilharmonie Hamburg, © Sarahhoa unter CC BY-SA 2.0

Einnahmen übertrafen im Geschäftsjahr 2016/17 die Erwartungen

Hamburger Elbphilharmonie mit positiver Bilanz

Hamburg, . Das Geschäftsjahr 2016/17 brachte der Elbphilharmonie höhere Einnahmen als erwartet. Dies geht aus einem Bericht der Behörde für Kultur und Medien an die Hamburger Bürgerschaft hervor, in dem wirtschaftliche Eckdaten der beiden Betriebsgesellschaften der Elbphilharmonie für den Zeitraum August 2016 bis Juli 2017 zusammengefasst sind. Sowohl die Hamburg Musik gGmbH, die für den Betrieb zuständig ist, als auch die Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft konnten einen unerwartet hohen Gewinn verzeichnen. Bei der Hamburg Musik gGmbH lag er mit 542.000 Euro deutlich über den erwarteten 1.000 Euro, die Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft schloss statt mit einem erwarteten Minus von knapp 500.000 Euro mit einem Plus von 374.000 Euro ab. Grund dafür ist eine die Erwartungen übertreffende Zahl der Saalvermietungen (850 statt der erwarteten gut 400 Vermietungen) sowie die hohen Besucherzahlen bei Konzerten sowie des Gebäudes, die zu florierenden Geschäften der Foyer-Gastronomie und des Plaza-Shops führten.

"Die Elbphilharmonie ist ein enormer Publikumserfolg und hat zugleich wichtige Impulse für die Musikstadt Hamburg gesetzt", so Kultursenator Dr. Carsten Brosda. "Sowohl beim Konzertkartenverkauf, den Vermietungen und bei der Anzahl der Plazabesucher wurden unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Durch die überaus positive Resonanz ist auch das wirtschaftliche Ergebnis der Saison 2016/17 für die beiden städtischen Gesellschaften deutlich besser ausgefallen, als ursprünglich kalkuliert. Die ungebrochen hohe Nachfrage nach Konzertkarten ist nicht nur ein untrügliches Zeichen für die hohe Qualität und Attraktivität des angebotenen Konzertprogramms in unserem spektakulären Konzerthaus, sondern lässt zugleich die Prognose auf eine ebenfalls positive Entwicklung in der laufenden Saison 2017/18 zu."

Zu den 250 von Hamburg Musik veranstalteten Konzerten kamen insgesamt knapp 250.000 Besucher. Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen fiel niedriger aus als die erwarteten Zahlen, deutlich höher war indes die Zahl an musikpädagogischen Veranstaltungen und Kursen: Statt 640 Veranstaltungen waren es 901. Parallel dazu fiel die Zahl der teilnehmenden Schüler mit 18.000 deutlich höher aus als erwartet (10.000 Schüler).

Die Hamburger Elbphilharmonie war Anfang Januar eröffnet worden. Die Bauarbeiten der Elbphilharmonie wurden seit Jahren von zahlreichen Querelen begleitet und in deren Folge zum Teil komplett unterbrochen. Zudem erhöhten sich die Kosten, die von der Stadt ursprünglich mit 77 Millionen Euro veranschlagt worden waren, auf rund 790 Millionen Euro. Fragen der Verantwortlichkeit für die Kostenexplosion wurden vor einem von der Hamburgischen Bürgerschaft eingesetzten Untersuchungsausschuss verhandelt, gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen der Baufirma und der Stadt verzögerten den Bau mehrmals. Der große Konzertsaal bietet Platz für 2.100 Zuschauer, der kleine Saal hat 550 Plätze, das Kaistudio fasst 170 Besucher. Der Konzertsaal weist eine weinbergartige Anlage (ähnlich der Berliner Philharmonie) auf und ist mit einer sogenannten "Weißen Haut" ausgekleidet. Die sogenannten Plaza, die kostenlos zugängliche Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, wurde bislang von mehr als 3 Millionen Menschen besucht. Das Besucheraufkommen lag bislang bei täglich bis zu 16.000 Menschen.

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