> > > Vorerst keine Theaterfusion in Mecklenburg-Vorpommern
Samstag, 28. Mai 2022

Kooperationsmodell statt Theaterzusammenlegung?

Vorerst keine Theaterfusion in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin, . Die vorbereitete Theaterfusion, die planmäßig ab Anfang 2018 mehrere Bühnen im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns unter einem Dach vereinen sollte, ist vorerst vom Tisch. Bei einem Treffen in Schwerin konnten sich die Vertreter der beteiligten Städte und Kreise sowie das Kulturministerium Mecklenburg-Vorpommerns nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Eigentlich sollten die Theater Stralsund, Greifswald, Neubrandenburg und Neustrelitz ab 2018 unter gemeinsamem Dach als Staatstheater Nordost zusammengeführt werden (klassik.com berichtete).

Bis zuletzt hatte es Dissens über die Beteiligungshöhe der Städte und Kreise sowie des Landes gegeben, parallel dazu gab es Uneinigkeit über Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten. Neben dem Neubrandenburger Bürgermeister hatte jüngst auch der Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte von Kulturministerin Birgit Hesse (SPD) Nachbesserungen im Vertragswerk zur Theaterfusion gefordert. Statt einer Fusion soll nun eine Theaterkooperation diskutiert werden, die Gesellschafter der Theater wollen mit Kulturministerin Birgit Hesse nun Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausloten.

Der Zusammenschluss der Theater Vorpommern mit der Theater- und Orchestergesellschaft Neubrandenburg/Neustrelitz ist Teil der Neustrukturierung der Theaterlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Die Zusammenlegung der Theater war in der Vergangenheit auf erheblichen Protest gestoßen. Die Finanzierung durch Landesmittel ist an den Zusammenschluss kommunaler Theater gebunden. Die Theater Schwerin und Parchim wurden bereits zum Mecklenburgischen Staatstheater zusammengeschlossen.

Weiterführende Informationen:

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Bisherige Kommentare:

  1. Gewerkschaften: Flächentarif angestrebt
    Die Theaterfusion in Mecklenburg-Vorpommern zum Staatstheater Nordost hätte für die Beschäftigten der beteiligten Theater eine Orientierung am Flächentarif gebracht. Seit mehreren Jahren liegen die Haustarife unter dem Flächentarif. Die Angleichung der Gehälter am Flächentarif soll nun trotz des Scheiterns einer Theaterfusion weiterverfolgt werden. Selbst bei dem zur Diskussion stehenden Kooperationsmodell der Theater soll eine Annäherung an den Flächentarif nicht aufgegeben werden, so der Präsident der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger, Jörg Löwer.
    Redaktion, 21.12.2017, 09:04 Uhr

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