> > > Regisseur Serebrennikow weiter unter Hausarrest
Dienstag, 12. Dezember 2017

Vorwürfe wurden inzwischen um persönliche Bereicherung erweitert

Regisseur Serebrennikow weiter unter Hausarrest

Moskau, . Das Moskauer Stadtgericht hat der Berufung im Fall des russischen Regisseurs Kirill Serebrennikow in seiner jüngsten Sitzung nicht stattgegeben. Damit bleibt der Regisseur weiterhin unter Hausarrest; der seit August geltende Hausarrest wird damit bis mindestens Ende Januar verlängert. Serebrennikow hatte darum gebeten, den Hausarrest für den Premierenbesuch eines von ihm inszenierten Balletts zu lockern.

Ermittler werfen Serebrennikow vor, umgerechnet rund eine Million Euro unterschlagen zu haben (klassik.com berichtete). Zudem gehen russische Polizeibehörden dem Vorwurf nach, Serebrennikow soll das "7. Studio" gegründet haben, um Fördergelder in Höhe von umgerechnet 2,84 Millionen Euro zu erhalten. Eine ehemalige Buchhalterin belastet Serebrennikow schwer. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.

Zahlreiche Unterstützer beteuern Serebrennikows Unschuld und sehen die Untersuchungen gegen den russischen Regisseur als politisch motiviert an. Demgegenüber hat der Kulturminister Wladimir Medinski zwischenzeitlich Serebrennikow neben den bislang untersuchten Vorwürfen der persönlichen Bereicherung bezichtigt.

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