> > > Komponist Beat Furrer wird Mitglied des Österreichischen Kunstsenats
Dienstag, 19. Juni 2018

Beat Furrer, © Dimitri Papageorgiou

Beat Furrer, © Dimitri Papageorgiou

Gründer des Klangforums Wien verstärkt das 21-köpfige Gremium mit Künstlern verschiedener Sparten

Komponist Beat Furrer wird Mitglied des Österreichischen Kunstsenats

Wien, . Der Komponist Beat Furrer verstärkt als neues Mitglied den Österreichischen Kunstsenat. Der gebürtige Schweizer tritt in dem 21-köpfigen Gremium, das die Anliegen der Kunst in der Öffentlichkeit vertritt, an die Stelle der im letzten Jahr verstorbenen Ilse Aichinger. Im Kunstsenat kann nur Mitglied werden, wer mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet worden ist; Furrer erhielt die Auszeichnung im Jahr 2014.

"Furrer gehört heute international zu den geachtetsten Komponisten, deren Werke von renommierten Konzertinstitutionen, Festivals und Opernhäusern wahrgenommen werden. Seine originäre musikalische Sprache, die von Sensibilität und entsprechendem Reichtum an feinsinniger Differenzierung geprägt ist, aber dabei keineswegs einer ursprünglichen Kraft der Aussage und des Ausdrucks entbehrt, hat seit seinen Anfängen in der Musikwelt Interesse erweckt", so der Präsident des Kunstsenats, Josef Winkler.

Beat Furrer wurde am 6. Dezember 1954 in Schaffhausen geboren. 1975 begann er ein Studium in den Fächern Komposition und Dirigieren in Wien. Seitdem hat Furrer seinen Lebensmittelpunkt in Wien. Er gründete 1985 das Solistenensemble Klangforum Wien mit dem Schwerpunkt Neue Musik, dem er bis 1992 als künstlerischer Leiter vorstand. 1991 erlangte er eine Professur für Komposition an der Kunstuniversität Graz. Seit 2006 ist Furrer Gastprofessor für Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Er war Composer in residence bei den Luzerner Festwochen und ist Mitglied der Kulturstiftung des Bundes sowie Kuratoriumsmitglied des Netzwerkes Neue Musik. Für sein kompositorisches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung, mit dem Musikpreis der Stadt Duisburg, dem Goldenen Löwen bei der Biennale Venedig sowie mit dem Großen Österreichischen Staatspreis für Musik.

Der Österreichische Kunstsenat besteht seit 1954; er wurde vom Bundesministerium für Kultur gegründet. Das Gremium hat die Aufgabe, das Kulturministerium in Fragen der staatlichen Kunstverwaltung zu beraten, darüber hinaus vertritt er die Belange der Kunst in der Öffentlichkeit. Der Kunstsenat hat sich unter anderem für die Erhaltung des ORF-Symphonieorchesters eingesetzt. Seine Mitglieder repräsentieren verschiedene Kunstsparten. Der gehören die Gremium unter anderen Friedrich Cerha, HK Gruber und Kurt Schwertsik an.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait H.K. Gruber

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