> > > Verschollene Märchenoper von Luise Greger wiederentdeckt
Montag, 25. Juni 2018

Notenblatt der Märchenoper "Gänseliesel" (Violine 1), © Uni Kassel

Notenblatt der Märchenoper "Gänseliesel" (Violine 1), © Uni Kassel

Zufälliger Fund auf dem Dachboden der zur Kasseler Universitätsbibliothek gehörenden Murhardschen Bibliothek

Verschollene Märchenoper von Luise Greger wiederentdeckt

Kassel, . Die Universitätsbibliothek Kassel freut sich über einen Glücksfund. Auf dem Dachboden der Murhardschen Bibliothek, die zur Kasseler Universitätsbibliothek gehört, fanden Mitarbeiter die verschollen geglaubte Orchesterfassung der Märchenoper "Gänseliesel" von Luise Greger (1862-1944). Von Gregers Märchenoper, die im Dezember 1933 in Baden-Baden ihre Uraufführung feierte, war bislang lediglich ein Klavierauszug bekannt. 2012 war eine kammermusikalische Fassung der "Gänseliesel" rekonstruiert und aufgeführt worden. Nun kann zum 75. Todestag der Komponistin im Jahr 2019 eine Wiederaufführung der Orchesterfassung ins Auge gefasst werden. Die Orchesterfassung wurde digitalisiert und ist der Öffentlichkeit zugänglich.

Luise Greger, geboren 1862 in Greifswald, ist vor allem als Komponistin zahlreicher Lieder hervorgetreten. Die Leitung einer Kuranstalt zusammen mit ihrem Ehemann ab 1894 führte zu einer deutlichen Reduzierung ihrer musikalischen Aktivitäten. Im Dezember 1943 wurde die seit 1933 im sogenannten Siechenhaus Hofgeismar Untergebrachte im Rahmen des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms mit einem Sammeltransport in die psychiatrische Anstalt Merxhausen verlegt, wo sie infolge gezielter Unterversorgung im Januar 1944 starb.

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