> > > Grabstätte des Dirigenten Kurt Masur in Leipzig eingeweiht
Freitag, 23. Februar 2018

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Grabstätte von Kurt Masur, © Gert Mothes

Grabstätte von Kurt Masur, © Gert Mothes

Grab des Dirigenten auf dem Leipziger Südfriedhof soll Stätte für Begegnung und Meditation werden

Grabstätte des Dirigenten Kurt Masur in Leipzig eingeweiht

Leipzig, . In Leipzig ist die Grabstätte des Dirigenten Kurt Masur am vergangenen Wochenende eingeweiht worden. Das Grabmal des Leipziger Ehrenbürgers auf dem Südfriedhof soll laut Masurs Witwe ein Ort werden für "Begegnungen und Meditation, der den Geist Masurs und den Geist der Musik spüren lässt". Das von dem Leipziger Bildhauer Markus Gläser gestaltete Relief im Zentrum des Grabmals wurde von Tomoko Masur 2015 in Auftrag gegeben worden. Bei der Einweihung waren neben Tomoko Masur, Präsidentin und Stifterin des Kurt-Masur-Instituts, auch Markus Gläser, der Geschäftsführende Vorstand und Direktor des Mendelssohn-Hauses, Jürgen Ernst, sowie der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung anwesend.

Kurt Masur wurde am 18. Juli 1927 im schlesischen Brieg geboren und studierte Cello und Klavier in Breslau sowie Dirigieren in Leipzig. Anschließend nahm er im Jahr 1948 seine erste Stelle als Kapellmeister und Repetitor in Halle an. Stationen in Erfurt, Leipzig und Dresden folgten. 1958 wurde er Generalmusikdirektor in Schwerin, wechselte 1960 als musikalischer Oberleiter an die Komische Oper Berlin (bis 1964) und 1967 weiter als Chefdirigent an die Dresdner Philharmonie (bis 1972). Im Jahr 1970 übernahm Masur zudem das Gewandhausorchester Leipzig. Zu seinem Abschied in Leipzig 1996 wurde ihm der Titel des Ehrendirigenten verliehen, eine Ehrung die 253 Jahre lang niemandem zuteil geworden war. In den Jahren 1976 bis 1980 war Masur auch Gastdirigent des Dallas Symphony Orchestra. Masur wirkte von 1991 bis 2002 zudem als Chefdirigent des New York Philharmonic Orchestra und übernahm 2000 daraufhin die Position des Musikdirektors beim London Philharmonic Orchestra (bis 2007). Zwischen 2002 hatte er die musikalische Leitung des Orchestre de Paris inne. Beim Israel Philharmonic Orchestra war er Ehrengastdirigent, die Dresdner Philharmonie erhob ihn 1994 zum Ehrendirigenten. Masur erhielt zahlreiche nationale wie auch internationale Auszeichnungen für sein künstlerisches Schaffen. So wurde er etwa mit der Ehrenbürgerschaft in Leipzig, dem Bundesverdienstkreuz sowie der Goldenen Ehrenmedaille für Musik vom National Arts Club der USA.

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