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Donnerstag, 14. Dezember 2017

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Hamburgische Staatsoper, © Andreas Praefcke

Hamburgische Staatsoper, © Andreas Praefcke unter CC BY-SA 3.0

Dirigent Christof Prick mit gesundheitlichen Problemen ins Krankenhaus

Staatsoper Hamburg: Vorstellungsabbruch

Hamburg, . An der Hamburgischen Staatsoper musste am vergangenen Donnerstag die Aufführung von Carl Maria von Webers Oper "Der Freischütz" abgebrochen werden. Dirigent Christof Prick konnte aufgrund gesundheitlicher Probleme die Vorstellung nicht zu Ende dirigieren. Prick, der während der Pause auf der Bühne kollabierte, wurde nach notärtzlicher Versorgung umgehend ins Krankenhaus gebracht. Ein kurzfristiger Ersatz für ihn stand nicht zur Verfügung, weswegen die Vorstellung nicht fortgeführt werden konnte.

Zum gesundheitlichen Zustand des 70-jährigen Dirigenten Christof Prick gibt es derzeit keine Informationen. Die Besucher der verkürzten "Freischütz"-Aufführung erhalten die Möglichkeit, kommende Vorstellungen, die von Christoph Gedschold geleitet werden, zu besuchen.

Christof Prick, Jahrgang 1946, wurde in Hamburg als Sohn des Konzertmeisters der Hamburger Philharmoniker geboren und studierte an der Hochschule für Musik und Theater seiner Heimatstadt bei Wilhelm Brückner-Rüggeberg. Er war von 1974 bis 1977 Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatsorchesters Saarbrücken, anschließend für acht Jahre GMD am Badischen Staatstheater Karlsruhe. 1986 ging er als Staatskapellmeister an die Deutsche Oper Berlin und übernahm 1989 als ständiger Dirigent die Leitung des Bundesjugendorchesters; in gleicher Funktion war er der Dresdener Semperoper von 1992 bis 2008 verbunden. Nach Station als Music Director beim Los Angeles Chamber Orchestra wurde er Generalmusikdirektor in Hannover. 2001 bis 2010 wirkte er als Music Director des Charlotte Symphony Orchestra in North Carolina, eher er für fünf Jahre als GMD das Staatstheater Nürnberg leitete. Zudem hatte er von 1999 bis 2013 eine Dirigierprofessur an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Er gastierte regelmäßig an der Wiener Staatsoper und an der Metropolitan Opera New York sowie bei zahlreichen internationalen Sinfonieorchestern.

Die Staatsoper Hamburg blickt auf eine lange Tradition zurück. 1678 wurde die Oper am Gänsemarkt gegründet, die seit ihrer Gründung zu den führenden Opernhäusern Europas gehörte. Mehrere Nachfolgeorganisationen führten schließlich zur Gründung des Stadttheaters, das in der Zeit des Nationalsozialismus in ein Staatstheater umgewandelt wurde. Das Mehrspartenhaus hat seine Heimat in der 1955 eingeweihten Staatsoper. Zur Hamburgischen Staatsoper gehört das Philharmonische Staatsorchester Hamburg sowie das Hamburg Ballett.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Carl Maria von Weber

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