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Freitag, 29. Mai 2020

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Hossein Pishkar, © WDR / Thomas Kost

Hossein Pishkar, © WDR / Thomas Kost

Erster Preis ist mit 20.000 Euro dotiert

Deutscher Dirigentenpreis für Hossein Pishkar

Köln, . Der iranische Dirigent Hossein Pishkar ist Gewinner des diesjährigen Deutschen Dirigentenpreises, der mit 20.000 Euro dotiert ist. Zweiter wurde Dominik Beykirch aus Deutschland, der ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro erhält. Den dritten, mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotierten Platz belegte die Russin Anna Rakitina. Die drei Gewinner, die sich gegen neun weitere Teilnehmer durchsetzten, erhalten darüber hinaus die Möglichkeit, bei verschiedenen Orchestern zu gastieren.

Hossein Pishkar überzeugte insbesondere mit seiner Deutung der "Manfred"-Ouvertüre von Robert Schumann. Pishkar, Jahrgang 1988, studierte in Teheran Komposition und setzte 2012 sein Studium der Orchesterleitung an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf fort. Der mit dem Ernst-von-Schuch-Preis 2017 ausgezeichnete Dirigent wirkte bis 2015 als Chefdirigent des Concerto Langenfeld, seit 2015 ist er Stipendiat des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates. Er arbeitete unter anderem mit den Bergischen Symphonikern, der Rumänischen Staatsphilharmonie Satu Mare sowie dem Hochschulorchester der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf zusammen, zudem war er Assistent beim European Workshop for Contemporary Music sowie beim Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz.

Dominik Beykirch begann seine Ausbildung in den Fächern Fächern Orchesterdirigieren und Opernkorrepetition 2005 an der Musikhochschule Weimar. Seit 2010 ist er regulärer Student der Klasse von Prof. Nicolás Pasquet, Prof. Gunter Kahlert und Martin Hoff und besuchte parallel Meisterkurse bei Bernard Haitink und Daniel Raiskin. Beykirch arbeitete unter anderem bereits mit der Staatskapelle Weimar sowie den Sinfonieorchestern der öffentlich-rechtlichen Sender des Hessischen und des Mitteldeutschen Rundfunks zusammen. In der Saison 2013/14 war er im Rahmen des Hermann-Hildebrandt-Stipendiums Assistent von Michael Sanderling bei der Dresdner Philharmonie. Beykirch ist Stipendiat im Dirigentenforum des Deutschen Musikrates sowie der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Anna Rikitina studierte am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium Dirigieren und ergänzte ihre Ausbildung an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst. Sie gastierte bei zahlreichen europäischen Klangkörpern, unter anderem den Moskauer Philharmonikern sowie dem Orchester der Hochschule "Hanns Eisler" in Berlin.

Im Jahr 2006 wurde der Deutsche Dirigentenpreis zum ersten Mal verliehen. Der vom Deutschen Musikrat ausgetragene Wettbewerb fand in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Kölner Philharmonie, der Oper Köln, dem Gürzenich-Orchester Köln und dem WDR Sinfonieorchester statt. Mit insgesamt 35.000 Euro Preisgeld gilt der Preis als eine der höchstdotierten Auszeichnungen für Dirigenten in Europa. Neben der Verleihung des ersten Preises werden zwei Sonderpreise vergeben, die mit Dirigaten bei den Bad Homburger Schlosskonzerten verbunden sind. Als Preisträger gingen bisher Mihkel Kütson, Simon Gaudenz, Francesco Angelico und Kristiina Poska hervor.

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