> > > München: Stadtwerke-Industriehalle als Ausweichspielstätte für Philharmonie?
Montag, 26. Februar 2018

Industrieanlage in Sendling könnte komplette Gasteig-Einrichtungen samt Volkshochschule und Bibliothek unterbringen

München: Stadtwerke-Industriehalle als Ausweichspielstätte für Philharmonie?

München, . Auf der Grundlage eines Gutachtens favorisiert der Aufsichtsrat des Münchner Gasteigs eine Industriehalle der Münchner Stadtwerke als Ausweichquartier während der Gasteig-Sanierung ab dem Jahr 2020. Die Halle am Heizkraftwerk Süd biete, so die Machbarkeitsstudie, gute Voraussetzungen als Ersatzstandort für den Gasteig. Ausschlaggebend ist, dass an diesem Ort im Stadtteil Sendling die unterschiedlichen Bereiche des Gasteigs, der neben der Philharmonie auch die Münchner Stadtbibliothek sowie die Volkshochschule und Teile der Musikhochschule integriert, an einem gemeinsamen Ersatzstandort zusammengefasst werden können.

"Das von den Stadtwerken angebotene Areal ist ein Glücksfall", wird Gasteig-Geschäftsführer Max Wagner in der Münchner Abendzeitung zitiert. "Das Gelände erfüllt ganz viele Kriterien: Es ist zentral gelegen und gut zu erreichen. Vor allem aber kann dort die einzigartige Mischung erhalten werden, die den Gasteig ausmacht und jeden Tag so viele Besucher quer durch die Gesellschaft anzieht." Nachdem 35 Ersatzstandorte für den Münchner Gasteig geprüft worden waren, schlägt der Aufsichtsrat des Gasteigs dem Stadtrat nun das Industriegelände der Stadtwerke als Ausweichquartier vor. Für diesen Ort spreche auch die Nähe zur Innenstadt.

Die Trafohalle sei indes zu schmal, um als Ersatz für die Philharmonie genutzt zu werden. Im Gespräch ist daher ein Holzbau, der direkt neben der Halle auf einer Freifläche gebaut werden könnte. Eine hölzerne Konstruktion, wie sie auch im Rahmen der Opernsanierung in Stuttgart zeitweise diskutiert wurde, wird derzeit in Genf und Zürich eingesetzt.

Das Kultur- und Bildungszentrum Gasteig wurde 1984/85 eröffnet. Auf einer Fläche von 23.000 Quadratmetern beherbergt es unter anderem die Philharmonie, die Stadtbibliothek und die Volkshochschule. Täglich werden die Einrichtungen von mehreren tausend Menschen genutzt, die Veranstaltungen werden von 750.000 Gästen jährlich besucht. Die Baukosten betrugen ursprünglich 370 Millionen Mark. Anfang April hat der Münchner Stadtrat die Sanierung des Gasteigs beschlossen. Die Kosten werden auf rund 450 Millionen Euro geschätzt.

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