> > > Regisseur Sir Peter Hall gestorben
Dienstag, 19. Juni 2018

Theatermacher realisierte Operninszenierungen unter anderem bei den Bayreuther Festspielen

Regisseur Sir Peter Hall gestorben

London, . Der britische Theatermacher Sir Peter Hall ist tot. Er starb am Montag im familiärem Kreis in London. Hall, ein als zentrale Gestalt des britischen Theaters in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geltender Regisseur und Theater-Gründer, wurde 86 Jahre alt. Neben zahlreichen Schauspiel-Inszenierungen zeichchnete Sir Peter Hall auch für Opern-Aufführungen veranwortlich. So war er bei den Bayreuther Festspielen 1983 mit einer Neuinszenierung der Tetralogie "Der Ring des Nibelungen" betraut. Hall rief mit seinen kontrovers diskutierten Arbeiten, die von Teilen der Kunstwelt gefeiert wurden, ebenso großen Widerstand hervor.

Peter Reginald Frederick Hall, Jahrgang 1930, wurde im britischen Bury St Edmunds geboren. Er studierte an der University of Cambridge und realisierte parallel zu seinem Studium Inszenierungen. 1953 feierte seine erste professionelle Inszenierung am Theatre Royal in Windsor Premiere. Er war in der Folgezeit am Oxford Playhouse sowie am Londoner Arts Theatre Club engagiert; letzteren leitete er zwischen 1956 und 1959. 1960 gründete er die Royal Shakespeare Company und leitete sie bis 1968, anschließend war er Intendant des Royal National Theatre und anschließend Gründer und Leiter der Peter Hall Company. Neben Filmarbeiten und Auftritten als Schauspieler realisierte er zahlreiche Operninszenierungen, etwa am Royal Opera House, an der Metropolitan Opera, an der Houston Grand Opera, der Oper Genf sowie bei den Bayreuther Festspielen. Sein umfassendes Wirken, unter anderem als Erbauer des Theaters Rose Theatre in Kingston upon Thames, wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. Er war "Commander of the British Empire", 1977 wurde er zum Ritter geschlagen. Er war Träger des Laurence Olivier Theatre Award, des Tony Award sowie des London Critics' Circle Theatre Award.

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