> > > Moskauer Gericht lehnt Einspruch des russischen Regisseurs Serebrennikow ab
Dienstag, 20. Februar 2018

Hausarrest wird für tägliche Spaziergänge gelockert

Moskauer Gericht lehnt Einspruch des russischen Regisseurs Serebrennikow ab

Moskau, . Der russische Regisseur Kirill Serebrennikow bleibt weiter unter Hausarrest. Ein Moskauer Gericht lehnte den Einspruch der Verteidigung Serebrennikows sowie deren Forderung, den Hausarrest aufzuheben, ab. Dies meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax. Serebrennikows Verteidigung hatte gefordert, den Hausarrest gegen eine Kautionszahlung in der Höhe des Geldbetrags auszusetzen, dessen Unterschlagung dem Regisseur seitens russischer Ermittlungsbehörden vorgeworfen wird. Laut Gericht werde der Hausarrest leicht gelockert: Serebrennikow darf seine Wohnung zwei Stunden täglich am frühen Abend  für Spaziergänge in seinem Stadtbezirk verlassen. Seiner Bitte, einen Yogalehrer sowie einen buddhistischen Geistlichen zu empfangen, kam das Gericht nicht nach. Der Hausarrest gilt bis Mitte Oktober.

Ermittler werfen Serebrennikow vor, umgerechnet rund eine Million Euro unterschlagen zu haben (klassik.com berichtete). Zudem gehen russische Polizeibehörden dem Vorwurf nach, Serebrennikow soll das "7. Studio" gegründet haben, um Fördergelder in Höhe von umgerechnet 2,84 Millionen Euro zu erhalten. Serebrennikow, der im Oktober an der Stuttgarter Oper "Hänsel und Gretel" inszenieren sollte, musste bereits im Mai seinen Pass an die Behörden übergeben. Darüber hinaus wurde im Juli eine Ballett-Premiere am Moskauer Bolschoi-Theater, für die der Regisseur verantwortlich zeichnete, kurzfristig abgesetzt. Da der Regisseur in der Vergangenheit mehrmals als Kreml-Kritiker hervorgetreten war, sehen verschiedene Seiten die Anschuldigungen gegen Serebrennikow als politisch motiviert an.

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