> > > Schimmel nach Wasserschaden: Elbphilharmonie muss saniert werden
Mittwoch, 20. September 2017

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Elbphilharmonie Hamburg, © Sarahhoa

Elbphilharmonie Hamburg, © Sarahhoa unter CC BY-SA 2.0

Erneuerung soll Kosten in siebenstelliger Höhe mit sich bringen

Schimmel nach Wasserschaden: Elbphilharmonie muss saniert werden

Hamburg, . Teile der Elbphilharmonie müssen in Folge eines Wasserschadens und nachfolgender Schimmelbildung saniert werden. Bei dem zu erneuernden Bereich handelt es sich um das Foyer des Kleinen Saals. Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge sei der Wasserschaden bereits im April aufgetreten. Aus einem offenen Rohr sei nach der Abnahme eines Heizkörpers Wasser ausgelaufen und habe sich auf einer Fläche von 300 Quadratmetern verbreitet. Es sei in Wanddämmung, Mauerwerk und Fußboden des Foyers eingesickert und habe zur Bildung von Schimmel geführt. Während der Sommerpause wurde der Boden herausgerissen und erneuert. Die Verlegung des neuen Bodens nach der Schimmelbeseitigung sowie die Reinigung der Wände dauert an. Ob es zu Einschränkungen bei Veranstaltungen im Kleinen Saal kommt, ist bislang unklar. In Bezug auf die zu erwartenden Kosten ist von einem siebenstelligen Betrag die Rede; dies wurde noch nicht offiziell bestätigt.

Erst vor wenigen Wochen fanden Nachbesserungen an den Treppen statt. Die Stufen wurden mit weiteren dunklen Orientierungsstreifen versehen, um die Stufen besser sichtbar zu machen, nachdem es bereits zu mehreren Stürzen gekommen war (klassik.com berichtete). Die Überarbeitungsmaßnahmen während der Sommerpause betrafen im Kleinen Saal darüber hinaus auch die Akustik, die nach Vorgaben des des japanischen Akustikers Yasuhisa Toyota durch Holzpaneele modifiziert wurde.

Die Hamburger Elbphilharmonie war Anfang Januar eröffnet worden. Die Bauarbeiten der Elbphilharmonie wurden seit Jahren von zahlreichen Querelen begleitet und in deren Folge zum Teil komplett unterbrochen. Zudem erhöhten sich die Kosten, die von der Stadt ursprünglich mit 77 Millionen Euro veranschlagt worden waren, auf rund 790 Millionen Euro. Fragen der Verantwortlichkeit für die Kostenexplosion wurden vor einem von der Hamburgischen Bürgerschaft eingesetzten Untersuchungsausschuss verhandelt, gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen der Baufirma und der Stadt verzögerten den Bau mehrmals. Der große Konzertsaal bietet Platz für 2.100 Zuschauer, der kleine Saal hat 550 Plätze, das Kaistudio fasst 170 Besucher. Der Konzertsaal weist eine weinbergartige Anlage (ähnlich der Berliner Philharmonie) auf und ist mit einer sogenannten "Weißen Haut" ausgekleidet. Die sogenannten Plaza, die kostenlos zugängliche Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, wurde bislang von mehr als 3 Millionen Menschen besucht. Das Besucheraufkommen lag bislang bei täglich bis zu 16.000 Menschen.

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